Aktuell: Die beobachtende Passivität der Masse. Diese pluralistische Ignoranz ist gefährlich

sehr gefährlich!
Wissensmanufaktur.net schreibt dazu

Der Fokus der Wissensmanufaktur liegt neben den permanenten Untersuchungen der aktuellen Wirtschaftslage auch in der Hinterfragung der gesamten wirtschaftlichen Ordnung.

Diese Hinterfragung ist dringend not-wendend! Worum geht es:

In der Sozialpsychologie kennen wir den Begriff der pluralistischen Ignoranz, der den Zustand der zu beobachtenden Passivität der Masse erläutert. Wenn Menschen erleben, dass eine schwer einzuschätzende Situation aufgetreten ist, diese aber nicht analysieren können, gehen sie in eine Beobachtungsposition über, um zu ermitteln, wie ihre Mitmenschen reagieren.

Diese aber haben ebenfalls diese Haltung eingenommen und achten darauf, ob etwas geschieht. So entsteht eine pluralistische Ignoranz. Selbst bei dramatischen Verwerfungen oder Notfällen ergreifen dann die Menschen keine Initiative, obwohl es deutlich angezeigt wäre. Die Machtsysteme können durch gezielte Überinformationen und sich widersprechende Nachrichten diesen passiven Zustand der Menschen aufrechterhalten.

[link. Gesamten Artikel und weiterlesen]    http://bit.ly/wissensmanufaktur-net-tag-x-pdf

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5.11.2011, 5. November 2011, Bank Transfer Day, November 5th

Bank Transfer Day?

Worum geht es da:

Bekanntlich sind aufgrund des Mindestreservesystems meist maximal nur ca. 10% Bargeld im Umlauf, der Rest ist sog. Buchgeld.

Wenn bei einer Bank „diese 10%“ fehlen, kann sie prinzipiell illiquid werden, dies sicher zuerst einmal bargeldtechnisch.

Nun soll bei sog. Grossbanken, also nicht bei Genossenschaftbanken, das mögliche Geld (Guthaben, Ausschöpfung Kredilinie) abgeholt und bei einer „anderen Bank“ deponiert werden.

In USA sind diese „anderen Banken“ zB. die Union Banks (in USA! (In CH ist zB. die Union Bank of Switzerland keine Union Bank dieser US-Art),

in CH die Raiffeisenbank, die Clientis uam. (s. nachfolgende Liste)

in D und A die Raiffeisen- und Volksbanken. [Andere Länder und mehr]

Hinweis Schweiz: Die PostBank, dh. die Postfinance ist eine mit der UBS kooperierende Institution.

Das ist das erklärte Ziel der Operation NOVEMBER 5th 2011.

Soweit die Theorie.

Sicher ist, je mehr Kundinen und Kunden das tun, desto eindrücklicher wird das Szenario, da da dadurch vielen, den meisten, die Augen aufgehen, dass das schon von Anfang an zum Scheitern programmierte System des sog. Giralgeldes mit dem Zinseszins nicht funktionieren KANN. [mehr]

Da Banken dies natürlich wissen, gibt es in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, den AGBs, Regeln, die nicht zulassen, dass komplette Konten, die mehr als 100´000,- aufweisen von einem auf den anderen Tag leer geräumt werden – bei den meisten Banken in der Schweiz zB. sind es Beträge ab 50´000,- als Maximum für einen Monat.

Es dürfte aber sicher auch seine Wirkung zeigen, wenn viele BankkundInnen sich um den 05.11.2011 den möglichen Teil Ihres Guthabens auszahlen lassen. SinnVoller ist es, dies VORHER zu tun.

Wie erwähnt, es geht um den Geld und Bank Transfer.

Tipp: Wer von seinen Transfergeld zB. 25% in Silber anlegt (Kleine Stückelung, keine 15 kg Barren, oder ETF auf Silber, die evtl. ein BankVerkäufer empfiehlt), wird sicher seinen Nutzen haben in der Zukunft.

Silber ist ein Sachwert und nicht aus BaumwollPapier.

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Der too big to fail Kniff, der zT. durch Fusionen von schon grossen Banken, wie zB.- in der Schweiz –  des Bankvereins und der SBG zur UBS erreicht wurde, hat einen recht unschönen Beigschmack, va. wenn die Fakten zeigen, dass gewisse BankMenschen, trotz der MilliardenHilfe durch das Volk, immer noch Millionen-Boni kassieren.

Da liest sich doch folgende Geschichte der Geschichte der Clientis Sparkasse Zürcher Oberland einfach leichter:

Dank ihrer soliden, durch Augenmass und Zurückhaltung definierten Geschäftspolitik, überstanden die Institute auch die wechselvollen Krisen- und Kriegsjahre. Die zahlreichen Börsen- und Bankenskandale, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Zusammenbruch mehrere Institute führten, konnten den Oberländer Instituten nichts anhaben.

Die Bank wuchs vom kleinen «Kässeli» zur grössten Regionalbank des Kantons Zürich, die im Jahr 2003 ihr 175-Jahre-Jubiläum feierte. (aus zrb.clientis.ch)

Oder:

Geschichte der Clientis Sparkasse Küsnacht ZH

Im Jahre 1838 wurde die Sparkasse Küsnacht ZH gegründet. Sie hiess seinerzeit noch Ersparungs-Cassa-Gesellschaft. Der erste Präsident der Sparkasse war Herr J.J. Fierz von Küsnacht (Regierungsrat und Nationalrat) von 1838-1860. Im ersten Betriebsjahr wurden von 187 Einlegern, darunter überraschend vielen Frauen, 3’848 Gulden einbezahlt.

Die Sparkasse Küsnacht ZH hat in den 165 Jahren seit ihrer Gründung eine weite Reise hinter sich gebracht und sich stetig verändert. Das Geschäftsimage mit der Sicherheit als erster Priorität ist aber dasselbe geblieben. Als Indikator dafür mag angeführt werden, dass die Reserven stark geäufnet wurden, was für einen guten, soliden Geschäftsgang spricht. Durch ihre Verankerung in der Region als traditionelle Genossenschaft konnte die Sparkasse problemlos ihre Stellung halten.


Genossenschaftsbanken (Schweiz)

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C (Fortsetzung)

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Countdown zur Rettung der Banken, Relativität der Zeit

Die Autoren J. Dams, F. Eder und T. Kaiser schreiben am 09.10.2011 in welt.de

Der Politik bleiben nur wenige Tage, um Europas Banken vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Mit Hochdruck suchen Regierungschefs nach Lösungen.

Drei Jahre nach dem Zusammenbruch der US-Investmenbank Lehman Brothers schlägt die Finanzkrise wieder zu. Stand damals schon die Zukunft des internationalen Finanzsystems und damit der gesamten Weltwirtschaft auf der Kippe, ist die Lage heute nach Einschätzung vieler Experten noch gefährlicher als im Herbst 2008.

Frankfurter Banken-Skyline
Foto: picture-alliance / Frank Rumpenh Frankfurter Banken-Skyline: Schwere Zeiten für die Geldinstitute

Wenn die Politik nicht in der Lage sei, die Finanzkrise auf eine glaubwürdige Art anzugehen, „dann werden wir, so denke ich, vielleicht innerhalb von zwei bis drei Wochen einen Zusammenbruch bei den Staatsschulden haben, was im gesamten europäischen Bankensystem zu einer Kernschmelze führen wird“, warnt Robert Shapiro, ein Berater des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Den meisten Regierungschefs der Euro-Zone ist die Brisanz der Lage mittlerweile bewusst. Am Sonntag wird Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy daher bei Angela Merkel im Bundeskanzleramt erwartet. Die beiden suchen nach einem Weg aus dem Dilemma. Die Zeit drängt. Daher werden sie noch am Abend verkünden müssen, wie es weitergehen soll. Die Börsen erwarten einen Lichtblick, sonst dürfte es am Montag neue Verwerfungen an den Märkten geben

Politikern ist die Brisanz der Lage bewusst

Bis vor wenigen Tagen lagen Sarkozy und Merkel in wichtigen Streitpunkten allerdings weit auseinander: Deutschland will eine Umschuldung Griechenlands, Frankreich lehnte sie ab. Paris fordert, dass der Rettungsfonds EFSF zur Refinanzierung angeschlagener Staaten und Banken der Euro-Zone Zugriff auf Gelder der Europäischen Zentralbank (EZB) haben soll; Berlin ist bislang strikt dagegen.

Video

  • Für Video dazu, auf das Bild klicken bitte.
Merkel würde Banken mit Milliarden unterstützen

Merkel will die europäischen Verträge früher als erst in drei Jahren ändern, um größere Durchgriffsrechte bei den Schuldensündern zu haben. Das soll für die gesamte EU gelten. Sarkozy aber will das auf die Euro-Zone begrenzen.

Inzwischen zeichnet sich nach Informationen der „Welt am Sonntag“ zumindest bei einigen Knackpunkten eine Einigung ab: Im Gegenzug für eine Schuldenschnitt für Griechenland soll Deutschland bereit sein, den Franzosen beim Rettungsfonds nachzugeben.

Das könnte zur Folge haben, dass französische Banken, die eine Umschuldung Griechenlands nicht verkraften, im Notfall über den EFSF und damit auch mit deutschen Steuergeldern gestützt werden. Spätestens bis zum Treffen des Europäischen Rats am 17. und 18. Oktober solle zudem der Beschluss über die Rekapitalisierung der Banken stehen, heißt es.

Banken bunkern Geld bei der EZB

Eile ist geboten. Denn eine Reihe großer europäischer Geldhäuser würde Kapital brauchen, um Verluste infolge eines Schuldenschnitts in Athen abzufedern. Am Kapitalmarkt bekommen viele Institute kein Geld mehr: Nicht nur US-Banken, sondern auch europäische Häuser weigern sich immer häufiger, mit ihren Konkurrenten noch Geschäfte zu machen. Sie fürchten den Verlust ihres Geldes, sollte der Geschäftspartner zusammenbrechen. Anstatt ihr Geld höher verzinst in Transaktionen mit der Konkurrenz zu investieren, tragen die Banken ihre Euro über Nacht lieber zur EZB. Mitte der Woche lag die Summe der Einlagen bei der Notenbank schon bei mehr als 210 Milliarden Euro.

Längst geht man in der Bundesregierung davon aus, dass diese Turbulenzen Folgen für die Realwirtschaft haben werden. „Noch stehen wir ganz gut da, aber das wird nicht so bleiben“, heißt es in Regierungskreisen.


Es gibt zwei Euro-Rettungsschirme – den modifizierten vorläufigen Mechanismus EFSF und seinen dauerhaften Nachfolger ESM, der Mitte 2013 in Kraft tritt.

Deutsche Banken haben im europäischen Ausland schon ihre Kredite reduziert. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Entwicklung auch im Inland beginnt. Dann kommen hiesige Firmen in die Bredouille. Sie werden weniger investieren und womöglich sogar Arbeitsplätze abbauen. In einem international schwierigen Umfeld mit einer schwachen Konjunktur in den USA könnte die europäische Schuldenkrise Auslöser für eine weltweite Rezession sein.

Anders aber als 2008 sind es dieses Mal eben nicht die Banken, die sich mit undurchschaubaren Finanzprodukten verzockt haben. Das Problem der Geldhäuser sind heute europäische Staatsanleihen. Jahrelang galten die Bonds als so risikoarm, dass die Banken für sie nicht einmal Eigenkapital als Risikopuffer vorhalten mussten. Seit Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Italien wackeln, ist deutlich geworden, dass diese Regelung ein Fehler war.

Ratingagenturen zeigen Dramatik der Lage

Nun stecken alle in der Zwickmühle. Die Banken geraten unter Druck, weil sie die Anleihen maroder Euro-Staaten halten. Eigentlich müssten ihnen diese Länder nun wiederum helfen. Doch dafür fehlt der Politik das Geld. „Wir stecken mitten in einer ausgewachsenen Bankenkrise“, sagt Maurice Obstfeld, Professor an der Universität von Kalifornien in Berkeley deshalb der „Welt am Sonntag“.

Wie dramatisch die Lage ist, zeigen neue Botschaften der Ratingagenturen. Mit Fitch hat auch der letzte der drei großen Bonitätsprüfer die Kreditwürdigkeit Spaniens und Italiens herabgestuft. Das bedeutet: höhere Zinslasten für neue Kredite und damit noch größere Lasten für beide Länder. Als wäre das nicht schlimm genug, gerät nun auch Belgien in den Fokus der Agenturen. Moody’s droht dem Land mit der Herabstufung. Der Grund: Belgien muss seine Banken vielleicht stützen und kann sich das eigentlich kaum leisten.

Als größtes Land Europas ist Deutschland daher nach Ansicht von Weltbank-Präsident Robert Zoellick jetzt gefordert. „Als vor gut 20 Jahren der Ostblick zusammenbrach, entwickelte Bundeskanzler Helmut Kohl eine Vision, wie sich die Dinge entwickeln könnten“, sagte Zoellick „Der Wirtschaftswoche“. „So etwas fehlt jetzt völlig, und je länger dies andauert, desto mehr Geld kostet es und desto weniger Handlungsoptionen wird es geben.“

Die Bankenkrise ist dafür ein beredtes Beispiel. Lange hat die Politik das Problem vor sich her geschoben. Jetzt aber führt kein Weg an zügigen Hilfen in ganz Europa vorbei. „Die öffentliche Hand sollte einen größtmöglichen Teil des Risikos tragen, um die Stabilität des Finanzsystems nicht weiter zu gefährden“, sagte Princeton-Professor Eric Maskin.

Jenen Staaten aber, denen das Geld dafür fehlt, wird der Rest Europas helfen müssen, mit milliardenschweren Folgen für Deutschlands Steuerzahler. Die Alternative dazu aber wäre ein Szenario, dass kaum ein Politiker in Regierungsverantwortung riskieren will: der Zusammenbruch des Weltfinanzsystems. Angela Merkel hat das bei ihrem Treffen mit Sarkozy sicher vor Augen.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13649035/Der-Countdown-zur-Rettung-der-Banken-laeuft.html

Hirni (dt.: Hirn) einschalten und mehr, frei nach Goethe

Von Jean Paul, der sicher damals von John Law gehört und selbst – als Franzose – die Zeit der Assignaten (PapierGeld) miterlebt hatte, er lebte von 1763 bis 1825, ist ein Zitat überliefert:

Wenn ihr die Augen nicht braucht, um zu sehen, werdet ihr sie brauchen, um zu weinen!

Das Auge alleine macht es bekanntlich noch nicht, es wird in der aktuellen Wissenschaft dem Hirn zugeschrieben, das Denken.

Dazu ein schönes Bild vom Plakat vom Paradeplatz Zürich während des ersten #occupy Paradeplatz Anlasses vom 15.10. bis 17.10.2011 aus der Tagesschau von SF1  „hirni“

< Für heute schalten wir das Hirni ein! >

occupy Paradeplatz Zuerich Plakat hirni einschalten

Unser Kommentar: Bitte eingeschaltet lassen!

und, wie sagte schon der alte JWvG

  „Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.“  Johann Wolfgang von Goethe (Werk: Wilhelm Meisters Wanderjahre)

Mehr zur aktuellen Ignoranz der Mehrheit, gerne hier.

Abwertung in der Schweiz, Abwertungen

27.09.1936: 30% Frankenabwertung

Durch den BRB (BundesRatsBeschluss) vom 27.09.1936 wurde der Franken um ca. 30 % abgewertet,

1931 wurde der 78 Jahre lang gleichgebliebene Silbergehalt im Fünfliber (5 fr.) um 44,33 % von 22,5 gr .999 (Münzgewicht 25 gr 0,900, 1850 – 1928) auf 12,525 gr .999 (Münzgewicht 15 gr 0,835)  reduziert.


06.09.2011: Euro-Franken-Kurs, 1 € (EUro) = CHF 1.20

Im Einzelnen:

27.09.1936: 30%

Durch den BRB (BundesRatsBeschluss) vom 27.09.1936 wurde der Franken um ca. 30 % abgewertet.

Offiziell heisst es: Am 27. September 1936 entschloss sich daher der Bundesrat, gestützt auf den „Bundesbeschluss über ausserordentliche Massnahmen zur Wiederherstellung des finanziellen Gleichgewichts im Bundeshaushalt“ die Schweizer Währung den international veränderten Verhältnissen anzupassen und den Franken um rund 30 % abzuwerten.

Von 1865 bis 1927 war die Schweiz Mitglied der Lateinischen Münzunion, was bedeutete, dass Gold- und Silbermünzen aus Frankreich, Belgien, Italien und Griechenland in der Schweiz als offizielle Zahlungsmittel zirkulierten. Die Bestimmungen der Münzunion legten fest, dass die Einheit der jeweiligen Landeswährung 4,5 Gramm Silber oder 0,290322 Gramm Gold entsprach. Sogar nachdem die Union in den 1910er Jahren bedeutungslos geworden war und 1927 offiziell endete, blieb die Goldparität für den Schweizer Franken erhalten, bis dieser 1936 als Folge der Weltwirtschaftskrise um 30 Prozent abgewertet werden musste.http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Franken

1931 wurde der 78 Jahre lang gleichgebliebene Silbergehalt im Fünfliber (5 fr.) um 44,33 % von 22,5 gr .999 (Münzgewicht 25 gr 0,900, 1850 – 1928) auf 12,525 gr .999 (Münzgewicht 15 gr 0,835)  reduziert.

06.09.2011: Euro-Franken-Kurs, 1 € = CHF 1.20

Zitat:[1]

«Nationalbank legt Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro fest: Die gegenwärtig massive Überbewertung des Schweizer Frankens stellt eine akute Bedrohung für die Schweizer Wirtschaft dar und birgt das Risiko einer deflationären Entwicklung. Die Schweizerische Nationalbank strebt daher eine deutliche und dauerhafte Abschwächung des Frankens an. Sie toleriert am Devisenmarkt ab sofort keinen Euro-Franken-Kurs unter dem Mindestkurs von 1.20. Die Nationalbank wird den Mindestkurs mit aller Konsequenz durchsetzen und ist bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen. Der Franken ist auch bei 1.20 pro Euro hoch bewertet und sollte sich über die Zeit weiter abschwächen. Falls die Wirtschaftsaussichten und die deflationären Risiken es erfordern, wird die Nationalbank weitere Massnahmen ergreifen.»  Schweizerische Nationalbank am 6. September 2011

Video Tagesschau SF1 vom 6.09.2011, 19:30

Eigenartigerweise, dh. eigen(un)artigerweise lernt Mensch nichts dazu, kann das sein?

Dass dies „um den Kurs zu halten, ist die SNB bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen“ nicht möglich ist, weiss jedes Kind nach der Erlernung des Dreisatzes und der Beobachtung der Biologie, es GIBT kein unbeschränktes Wachstum auf diesem Planeten.

Es sind seit Jahrzehnten schlüssige Lösungen vorhanden für das Wirtschaften, Silvio Gesell lässt grüssen, einer seiner professionellen Botschafter war Hermann Benjes, heute ist Prof. Bernd Senf sehr aktiv:

New: Video-Lecture with Bernd Senf “Deeper Roots of World Financial Crisis”

Nun, Resultate dieser Art der aktuellen Wirtschaft sind schon öfter dagewesen, wobei dieses Wissen zT. erst dank Internet der breiten Oeffentlichkeit zur Verfügung steht. (Der Schreibende hatte Geschichte im Gymnasium schon mit Leidenschaft verfolgt und genossen, danach  einige Semester VWL (im Nebenfach) studiert (UNIZH, Prof. Schneider), aber in diesen Jahren NIE nur  ein Wort von John Law gehört, die Assignaten wurden zwar im Rahmen der Franz. Revolution mal angesprochen, die Wichtigkeit der Edelmetalldeckung erwähnt, wenigstens das, mehr aber nicht.)

Wir haben zur Zeit allerdings wesentlich höhere Geschwindigkeiten in den Abläufen des Wirtschaftens, man denke in extremo an das High Speed Forex dealen;  da wird das „Tauschen, Buy and Sell“ ad absurdum geführt, nebst dem, dass auch in dieser Art des Bankings kein effektiver Mehrwert geschaffen wird.

Es müsste ein Fach Wirtschaftsgeschichte mit diesen relevanten Inhalten eingeführt werden; denn nicht einmal die einen Meister in Geschäfts-Verwaltung (MBA) abschliessenden HSG, oder UNIZH BWL, Absolventen haben von Giralgeld (Luftgeld) und diesen Themata im Detail je gehört, wie persönliche Umfragen zeigen.

Noch einwenig Wirtschaftsgeschichte:

Vorläufer französischen Papiergelds

1716 eröffnete John Law die Banque Generale; 1718 wird die Banque Generale von der Regierung erworben und umbenannt in Banque Royale. 1720 bricht das von John Law zur Minderung der französischen Staatsschuld geschaffene System der Papiergeldemission zusammen.

1790 beschloss die Nationalversammlung die Ausgabe von Assignaten, welche durch die von den Revolutionären konfiszierten Kirchengüter gedeckt sein sollten. Durch seinen permanenten Wertverlust wollte 1797 kaum noch jemand Papiergeld akzeptieren. Assignaten und ihre Nachfolgewährung, die Territorialmandaten, wurden aufgegeben, Münzgeld kehrte zurück (!). Nach http://de.wikipedia.org/wiki/Banque_de_France

So genug gelesen für jetzt?

Persönliches Fazit?

Jeder Mensch, alle Ereignisse in deinem Leben sind da, weil du selbst sie angezogen hast. Was du damit anfängst ist deine Sache. (Richard Bach)

Schlusskommentar dazu:

Das was 1936 geschah (s.o.) < „Bundesbeschluss über ausserordentliche Massnahmen zur Wiederherstellung des finanziellen Gleichgewichts im Bundeshaushalt“,“ die Schweizer Währung den international veränderten Verhältnissen anzupassen und den Franken um rund 30 % abzuwerten > lässt ahnen, wohin die Schweiter Währung steuern wird.

Prof. Bernd Senf stellt mE nach sehr sehr sehr berechtigt, die Frage:

Politiker haben oft versagt – auch in Maastricht?

Soll man die Währungsfragen wirklich in blindem Glauben den Politikern und Experten überlassen, die vorgeben, von Geld- und Währungspolitik Ahnung zu haben bzw. in unser aller Interesse zu handeln? Oder sollte man nicht mindestens versuchen, sich einen Einblick in die Zusammenhänge des Geldsystems und die Hintergründe von Währungskrisen zu verschaffen, um entsprechende Entwicklungen und die jeweiligen geld- und währungspolitischen Vorschläge und deren Auswirkungen – auch auf sich selbst – besser einschätzen zu können. Man muß nicht gleich Finanzminister, Wirtschaftsminister oder Notenbankpräsident werden wollen, und nicht einmal Referent in der volkswirtschaftlichen Abteilung der betreffenden Institutionen oder von Banken und Unternehmen, um Grund genug zu haben, sich mit den Funktionen von Geld und Währung vertraut zu machen – denn sie betreffen und treffen uns alle.

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Dazu helfen vielleicht aktuell „100 HumRo = 1 Scherzbatzen“:

100 HumRo = 1 Scherzbatzen:

2012 – 2014 … uebrigens bei den neuen Noten blieb man beim bewährten Debmalzisystem*, bei den schon in der Druckerpresse liegenden Noten mit 100 DebaKel = 1 FiasKo.

Es zeichnet sich allerdings schon ab, dass nach der ToM (Theory of mind (ToM) is the ability to attribute mental states—beliefs, intents, desires, pretending, knowledge, etc.—to oneself and others, and to understand that others have beliefs, desires, and intentions that are different from one’s own).

das nach der ToM (s. Onkel ToMs Huette) der griech Oiro sich – va. zart gerollt – als freilandfreier IsolaTor für sensible Gehörgänge vieler Teilnehmer von Nationalrats-Sessionen (BERN, Schweiz) und BundesTagsAbgeordneten Kränzchen (BERliN, D) nützlich erweist.

* Null Korrelation mit dem „Dezimalsystem“ (Erfinder Zehnrich „Dezi“ Müller, Meister der Mahltechnik (altdt. Schreibweise, kommt etymologisch von „Hopfen und Mahlts (neudeutsch: Malz) Gotts erhalt´s“. ProSit!

Das neueste zu den Spezial Anleihen SSOs im Video hier. Viel Vergnügen!

SIE möchten auch handwerklich kreativ sein: Schauen Sie doch einmal(z) unverbindlich rein hier.

Paradigmenwechsel in gesamtgesellschaftlicher Hinsicht unumgänglich, nach Prof. Franz Hörmann (Wien)

Weltwirtschaftskrise – Die Systemfrage und mehr

Paradigmenwechsel in gesamtgesellschaftlicher Hinsicht unumgänglich

Geschrieben von Jochen Hoff Mittwoch, 3. November 2010 Kommentare (4) | Trackbacks (3)
kommentiert von silbermuenzgeld in [ ].
Im Zusammenhang mit der aktuell zwar auftragsgemäß kleingeredeten Wirtschaftskrise ist ein erstaunlicher Wandel in den Denkmustern zu verzeichnen. Selbst Journalisten in Zeitungen oder Sendern die sonst nur der Werbung für Aktien und Derrivate machen dürfen, beginnen sich langsam abzusetzen und zeigen die aktuelle Wirtschaftskrise zumindest in Randbereichen. Franz Hörmann, Professor an der Wirtschaftsuniversität in Wien [(„Banken erfinden Geld aus Luft“, was bei diesem System logischwerweise nicht anders möglich ist) geht sogar noch einen Schritt weiter und stellt die Systemfrage]:

Für Franz Hörmann, Professor an der Wirtschaftsuniversität in Wien, ist die Zeit der Banken und des Geldes vorbei. Ein Paradigmenwechsel sowohl in den Wirtschaftswissenschaften, als auch in gesamtgesellschaftlicher Hinsicht, ist für ihn unumgänglich. Im Gespräch mit derStandard.at erklärt er, warum wir die Banken getrost ignorieren können, die freien Märkte „Blasenmaschinen zum Missbrauch für die Eliten“ sind und noch in den nächsten drei Jahren der Zusammenbruch des gesamten Systems droht.

derStandard.at: Sie gehen davon aus, dass sich Gesellschaft und Wirtschaft in den kommenden Jahren völlig verändern werden. Hat unser derzeitiges Finanz- und Wirtschaftssystem ausgedient?

Franz Hörmann: Definitiv in jeder Hinsicht. Weil wir aus Sicht der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften Modelle verwenden, die auf die alten Römer zurückgehen. Das Zinseszinssystem stammt aus dem zweiten vorchristlichen Jahrtausend, die doppelte Buchhaltung aus dem 15. Jahrhundert. Und es gibt keinen Bereich unserer Gesellschaft und der Wissenschaften, wo Methoden dieses Alters überhaupt noch ernst genommen werden. Aber es dient dazu, gesellschaftliche Eliten mächtig und reich zu erhalten, deswegen ändert sich nichts.

derStandard.at: Läutete die Krise nun ein Umdenken ein?

Hörmann: Das denke ich schon. Die heutige Krise geht von den Banken aus. Banken erfinden im Kreditprozess Geld. Wenn man aber Geld aus Luft erfindet und das, was vorher noch nicht existiert hat, verzinst weiter gibt und dinglich absichern lässt, dann ist das, wenn das Geschäftsmodell schief geht, in Wahrheit ein Enteignungsmodell. Das ist auch der Hintergrund des Bankgeheimnisses. Banken können überhaupt nicht offenlegen, wo beispielsweise die Zinsen für Sparbücher, Bausparverträge oder Sonstiges herkommen. Denn wenn sie das täten, müssten sie zugeben, dass das alles in Wirklichkeit verkettete Pyramidenspiele sind. Diese verdeckte Geldmengenausweitung hat mit der doppelten Buchführung begonnen. Weil wenn man mit Geld eine Sache kauft, dann wechselt das Geld in Wahrheit den Besitzer. Der Verkäufer hat das Geld, der Käufer hat die Sache. Ab dem Moment ist die Sache aus wissenschaftlicher Sicht nicht mehr in Geld bewertbar. Trotzdem schreiben wir diese Geldbeträge in Bilanzen rein.

derStandard.at: Den Banken und dem Finanzsystem zu vertrauen ist also ein Fehler?

Hörmann: Das Vertrauen ist ja in den letzten Jahren von den Banken systematisch missbraucht worden. Es gibt ein systemisches Betrugsmodell einer Institution, der in unserem Wirtschaftssystem das Monopol zur Geldschöpfung über Kredite eingeräumt wird. Solange man mit Eigenkapital als Sicherheit zur Bank geht und die erzeugt aus Luft echtes Geld, das eine Zahlungsmittelfunktion hat, haben wir ein Problem. Eigenkapital ist eben kein Geld, es ist eine Rechengröße. Nach irgendwelchen Regeln wird die Aktivseite bewertet und dann die Schulden abgezogen. Wenn ich ein drei Meter langes Brett habe und ziehe ein zwei Meter langes Brett ab, dann hab ich immer noch kein ein Meter langes Brett, ich habe eine Differenz. Wenn ich ein ein Meter langes Brett haben will, dann muss ich die zwei Meter abschneiden. Ökonomisch heißt das, ich muss die Aktiva liquidieren, damit ich das Geld kriege. Zu Liquidationserlösen sind aber alle Unternehmen weltweit pleite. Auch Staaten können sich daher in Wirklichkeit gar nicht verschulden. Ein Staat, wenn man ihn als Summe des gesamten Geldflusses versteht, wo soll sich der verschulden? Warum gerade bei einer Privatbank? Ein Staat müsste sein Geld eigentlich selbst erzeugen, und zwar basisdemokratisch.

Bei den Banken von einem systemischen Betrugsmodell zu sprechen ist sehr mutig, aber wer jemals Josef Ackermann von der Deutschen Bank und die Allianz hat agieren sehen, der kann solche mutigen Sätze nur unterstützen. Das gesamte Interview legt immer wieder die Hand in die offene Wunde und so stellt Hörmann auch fest:

Die europäischen Länder haben nicht unbedingt die Griechen gerettet, sondern ihre eigenen, in erster Linie die deutschen Banken, die hier absurde Kredite vergeben haben. Die Zusammenhänge sind auch völlig absurd, wenn man sich Folgendes überlegt: Der Staat verschuldet sich bei den Banken, um die Zinsen der Schulden, die er bei den Banken hat, zu begleichen oder um die Banken zu retten, bei denen er selber Schulden hat. Da versteht ja keiner mehr, wer eigentlich bei wem Schulden hat und was Schulden eigentlich sind.

Der deutsche Pfandbrief, der auf Duckhome ja schon seit langem in Frage gestellt wurde, meldet sich mit neuen alten Problemen zurück. Forderungen gegen Spanien, Portugal, Irland, Italien und Griechenland bilden teilweise bis zu 25 Prozent der Absicherung und bei der Deutschen Pfandbriefbank, einer Tochter der Hypo Real Estate Gruppe (HRE) ist genau das der Fall. Das heißt, die Pleitebank braucht noch mehr Geld vom Steuerzahler, damit die Reichen und die Superreichen geschützt werden. Selbstverständlich müssen dann für die tollen Bankster auch Boni gezahlt werden, weil sie ja so erfolgreich Geld umschaufeln.

Gewinneinbrüche bei Goldman Sachs und 8 Milliarden Dollar Verlust bei der Bank of Amerika lassen auch für die deutschen Banken das Schlimmste befürchten. Dazu kommt noch, dass die amerikanischen Banken zur Zeit unter starkem Druck der Staatsanwalten stehen, weil sie in vielen Fällen die Besitzer von Häusern zwangsräumen ließen, aber vermutlich gar kein Recht dazu hatten. Die komplizierte und wohl auch rechtswidrige Verpackung von Subprime Hypotheken hat scheinbar dazu geführt, dass viele Banken gepfändet haben, wo sie gar kein Pfandrecht hatten. Auch die Deutsche Bank dürfte in diesen Skandal verwickelt sein, da sie eine der größten Zwangsversteigerer in den USA war und wohl auch noch ist.

Da ist es nicht verwunderlich, wenn Markus Diem Meier für den Tagesanzeiger feststellt:

Der Reingewinn ist deshalb ein schlechter Massstab für die tatsächliche operative Stärke eines Unternehmens, weil hier eine ganze Reihe rein buchhalterische Bewertungen einfliesst. Bei der UBS waren es diesmal vor allem neu aktivierte latente Steuerguthaben im Umfang von 825 Millionen. Diese Grösse, die rein auf einer Einschätzung zur Zukunft beruht und der kein aktueller Geldfluss gegenübersteht, macht alleine fast die Hälfte des ausgewiesenen Gewinns der UBS aus.

Ohne diesen Effekt und weitere Steuereinschätzungen – also «vor Steuern» – belief sich der Gewinn der UBS im dritten Quartal auf 818 Millionen Franken. Vergleicht man dieses Resultat mit jenem des Vorquartals von 2614 Millionen Franken, resultiert eine Ergebnisverschlechterung von 68,7 Prozent. Damit ist die UBS wieder in bester Gesellschaft mit anderen Grossbanken.

Bankbilanzen sind eben nichts als Vermutungen und Lügen. Aber auch die Medien spielen bei Lug und Betrug gerne mit. So jubelt das Handelsblatt „Sanieren wird zum Millardengeschäft“ und freut sich darüber, dass von den 414 deutschen Einkaufszentren nicht weniger als 48 Prozent mit Milliarden „revitalisiert“ werden müssten. Das gleiche trifft übrigens auch auf die Hälfte aller Gewerbeimmobilien zu und im Bereich der Mietwohnungen mit mittlerem Standard dürften wohl 90 Prozent aller Objekte betroffen sein.

Allerdings ist das kein Grund zur Freude. Die Milliardengeschäfte sind nämlich reine Fantasie. Statt dessen wird nach dem Kanam-US-Grundbesitz jetzt mit dem DEGI-Europa der zweite große offene Immobilienfond abgewickelt, weil die Anleger schneller flüchten, als neues Geld herangeschafft werden kann und nicht nur die Wirtschaftswoche fragt sich besorgt:

Krisenfonds verkaufen Bürohäuser, um Anleger auszahlen zu können. Ihre Immobilien müssen sie zuvor massiv abwerten. Die Fonds der großen Bankengruppen dagegen weisen unverdrossen Kursgewinne aus. Haben sie wirklich günstiger eingekauft – oder zögern sie Abwertungen nur hinaus?

Die Antwort ist einfach. Die Banken und natürlich auch die großen Versicherer zögern einfach die Abschreibungen hinaus. Bilanzkosmetik und Betrug schaffen die Bilanzwerte die gerade gebraucht werden um als erfolgreich zu gelten und neues Geld schaffen zu können. Wer wissen will, wie grausam die Realität bei den Banken ist, sollte diesen Artikel unbedingt lesen. Den Namen der Privatbank kann man übrigens austauschen, die Situation ist überall ähnlich.

Wolfgang Spitz, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) muss feststellen, das 2010 die Zahl der Privatinsolvenzen wohl auf 110.000 steigen wird. Dazu kommen wohl noch weitere 500.000 für die sich selbst eine Insolvenz nicht mehr lohnt, weil sie in Hartz IV gefangen sind und nie mehr entkommen werden. Aber Herr Spitz weiß wenigstens, dass es „Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit waren, die für viele der Tropfen waren, der das Schuldenfass erst jetzt zum Überlaufen brachte“. Leider vergaß er dabei zu erwähnen, dass das Lohndumping in Deutschland ebenso zu den Ursachen gehört.

Den europäischen Regierungen fiel nur eines ein. Sparen bei denen die völlig unschuldig an der Weltwirtschaftskrise sind. Angela Merkel und Guido Westerwelle die ja eh nur für das Großkapital arbeiten und sich freiwillig und lachend zu dessen Handlanger machen, haben sich in Europa durchgesetzt. Es wird an den Armen, Alten und Kranken gespart und die Löhne werden so tief gedrückt, wie es nur eben möglich ist. Die Gewinne aus dieser Menschenschinderei werden dann an das Großkapital verteilt, auf dass dieses aufs neue die Casinos anwerfen und das Geld und damit die Arbeitsleistung der Mehrheit vernichten kann.

Längst sind aus den deutschen Sparmaßnahmen alle Dinge herausgestrichen worden, die das Kapital auch nur im geringsten Geld kosten könnten, lediglich die Kürzungen gegen die Menschen bleiben erhalten und so wird es auch in England sein, wo der britische Finanzminister George Osborne ein Sparpaket von 100 Milliarden Dollar vorlegte, wovon weniger als 2 Milliarden das Kapital betreffen. Dafür aber hatte der Politiker einen tollen Spruch: „Heute ist der Tag, an dem Großbritannien vom Abgrund zurück tritt, denn ohne drastische Einschnitte würde das Land im Schuldensumpf versinken“, Morgen wird er dann bekanntgeben welche Bankster er mit dem eingesparten Geld fördern will. Dabei gibt es viele Wirtschaftswissenschaftler wie Nouriel Roubini, die den angeblichen Aufschwung in Deutschland nur für einen statistischen Effekt halten und den Sparkurs als kontraproduktiv betrachten, der letztendlich jeden echten Aufschwung verhindert.

In Europa nimmt der Autoabsatz insgesamt ab, was nicht nur an den Spätfolgen diverser Abwrackprämien liegt, sondern eben auch an überall fehlender Binnenkaufkraft. Japan hat schon offen eingestanden wieder in die Rezession zu rutschen und der Weltwährungskrieg verschärft sich zunehmend. So hat es auch der chinesische Yuan wieder einmal geschafft neue Tiefstwerte gegenüber dem Dollar zu markieren, weil eben viel Investitionskapital aus dem sterbenden Dollar nach China wandert. Der japanische Yen wird immer fester und verhindert damit Exporte.

Für den Euro sind Länder wie Griechenland immer wieder ein Grund gegenüber dem Dollar abzuwerten und es sieht so aus, als ob in der Weltwirtschaftspresse dieses Schreckgespenst immer wieder aufgekocht würde, wenn der Euro zum Dollar zulegt. Der Dollar selbst und alle Währungen verlieren gegen Gold und Edelmetalle, die aber ihrerseits auch keine wirkliche Lösung und vemutlich auch keinen Schutz bieten.

Der US-Finanzminister Timothy Geithner fordert von Deutschland und China weniger zu exportieren und mehr zu konsumieren. Er weiß natürlich nicht, dass die Deutschen gar nicht mehr konsumieren können, weil sie von Merkel und Co. vollständig ausgeraubt wurden und nun nur noch ums überleben kämpfen. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle sieht angesichts dieser Attacken seine Felle davonschwimmen und beklagt sich bitterlich, dass die USA „eine exzessive und permanente Erhöhung der Liquidität betreiben, was seiner Ansicht nach nichts anderes als eine indirekte Manipulation der Wechselkursrate des US-Dollars“ wäre.

Natürlich manipulieren die USA ihre Währung nach unten. Dies tut jede Nation und auch die Europäer. Man nennt das Währungskrieg und es ist vielleicht ein Vorläufer eines richtigen Krieges oder zumindest von stärkerer Protektion der eigenen Wirtschaft und WTO-Generaldirektor Pascal Lamy warnt nicht umsonst vor solchen Entwicklungen, auch wenn er noch nicht von Währungskrieg reden will.

Aber tatsächlich haben die USA gar keine andere Möglichkeit mehr, als weitere Schulden zu machen. Sie können ihre bisher angehäuften Schulden nie mehr bezahlen. Das gilt übrigens auch für viele andere Länder auf dieser Welt. Der einzige Ausweg ist die Schulden über die Inflation wertloser zu machen und sie somit langfristig verschwinden zu lassen. Fed-Chef Ben Bernanke hat sich schon geäußert, dass die amerikanische Notenbank erneut und in erheblich erweitertem Umfang Staatsanleihen der USA kaufen will, was nichts anderes als das Drucken von Geld bedeutet.

Die USA versucht sich also selbst an den Haaren aus dem Sumpf zu ziehen. Deshalb spricht Bernanke jetzt von einem Anstieg der Inflationserwartungen um die Realzinsen zu senken. Ein Erfolg einer solchen Maßnahme ist natürlich möglich, wenn alle anderen Währungen mitspielen. Dafür ist aber jeder Zeitpunkt bereits verpasst und auch der G20 Gipfel hat in Wirklichkeit nichts in dieser Richtung gebracht. Jeder steht also für sich und deshalb wird weltweit ein Inflationswettlauf einsetzen, bei dem zum Schluss nur Verlierer übrig bleiben.

Der Versuch die Pest mit der Cholera zu bekämpfen wird allerdings die Reichen noch schneller noch viel reicher machen und dafür die Armen total vernichten und den Mittelstand in die Armut drücken. Es müssen die Grundpfeiler eines offensichtlich falschen Finanz- und Wirtschaftssytems geändert werden und das braucht Politiker mit Verstand und Mut, die zu alledem auch noch ehrlich sein müssen. Ehrliche Politiker zu finden dürfte wohl überall auf der Welt unmöglich sein.

Deshalb braucht es neue Leute in der Politik, die außerhalb der bisher existierenden Parteien im Sinne ihrer Wähler handeln und auch bei ihren Wählern leben. Nur wer versteht worum es geht, kann politisch sinnvoll handeln.

Geschützt: „Banken erfinden Geld aus Luft“ Franz Hörmann, Wien. Passwort Passwort

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