EZB coup in Greece?

presscore.ca wrote Thursday, November 10th, 2011

European Central Bank orchestrates a coup in Greece.

The European Central Bank have orchestrated a coup in Greece.    The European Central bankers have installed one of their own to replace Prime Minister George Papandreou.  European Central Bank are replacing the elected Prime Minister of Greece with an appointed European Central Bank vice president, Lucas Papademos.  The European Central Bank controlled government will be sworn in at 2 p.m. Friday.

The European Central Bank government will immediately sign the European bailout deal and impose heavy taxes on the people of Greece.  It was the European Central Bank who orchestrated the Greece debt crises.  They sent Goldman Sachs to ruin the Greece government through debt.  The debt crisis for Greece was orchestrated by the European Central Banks to force “taxpayers” to pay for the bailouts of bad speculations and government debts stemming largely from tax cuts for the rich and for real estate, shifting the fiscal burden as well as the debt burden onto labor and industry.  Today the European Central Bank has gained complete control of Greece.  They have unconstitutionally installed their own to make sure that Greece will be indebted and thereby financial slaves to them for decades to come. read here

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SNB bei Bedarf, zu weiteren Massnahmen gegen Frankenstärke bereit

Bild zum Artikel
Die Schweizerische Nationalbank ist zu weiteren Massnahmen gegen die Frankenstärke bereit (Symbolbild)  Bild: Keystone

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist bei Bedarf zu weiteren Massnahmen gegen die Überbewertung des Frankens bereit. Um Rezession und Deflation zu bekämpfen, würde sie am Devisenmarkt eingreifen, um die Schweizer Währung weiter zu schwächen.

Zwei Monate nach Festlegung des Euro-Mindestkurses von 1,20 Franken [siehe http://wp.me/p1UyFf-2v] sei der Wechselkurs weiterhin hoch. „Wir erwarten, dass er sich über die Zeit weiter abschwächen wird“, sagte SNB-Präsident Philipp Hildebrand in einem Interview mit der „NZZ am Sonntag“.

Sollte sich der Franken nicht abschwächen, könne dies zu deflationären Tendenzen führen und stark auf der Wirtschaft lasten. „Falls es die Wirtschaftsaussichten und die deflationäre Entwicklung erfordern, stehen wir bereit, weitere Massnahmen zu treffen.“

Auf die Frage nach einer Anhebung des Euro-Mindestkurses auf 1,30 Franken sagte Hildebrand: „Wir beobachten die Daten und werden bei Bedarf weitere Massnahmen ergreifen.“ Intensiv verfolge die SNB die Ankündigungen von Entlassungen bei Schweizer Unternehmen.

Erstmals rückte Hildebrand die Schweizer Wirtschaft auch an den Rand einer Rezession: Die Konjunktur habe sich sei Mitte Jahr deutlich verschlechtert. Seit Juli schrumpften etwa die Warenexporte. „Ich gehe davon aus, dass die Schweizer Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte im besten Fall stagniert, möglicherweise sogar etwas schrumpft.“

2012 werde die Schweizer Wirtschaft „im besten Szenario sehr magere Wachstumsraten haben“. Bei ihrer letzten geldpolitischen Lagebeurteilung im September hatte die SNB noch keine BIP-Prognose für das nächste Jahr abgegeben und für 2011 ein Wachstum von 1,5 bis 2 Prozent veranschlagt. Hildebrand sagte, er rechne für dieses Jahr mit „gut 1,5 Prozent“.

Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse plädiert für eine Erhöhung des Euro-Franken-Mindestkurses. „Ich hoffe, dass die Notenbank das Kursziel erhöht, wenn sich die Gelegenheit ergibt“, sagte Economiesuisse-Präsident Gerold Bührer der „SonntagsZeitung“.

Derzeit sei der Franken weiter signifikant überbewertet, denn der Gleichgewichtskurs zum Euro liege zwischen 1,30 und 1,40 Franken. Die Bremsspuren in der Schweizer Wirtschaft infolge der globalen Wachstumsabschwächung und des überhöhten Frankens würden immer deutlicher, hielt Bührer in dem Interview fest.

(sda) [http://www.bluewin.ch/de/index.php/24,488131/SNB_bei_Bedarf_zu_weiteren_Massnahmen_gegen_Frankenst%C3%A4rke_bereit/de/news/wirtschaft/sda/]

Pelzig im ZDF macht KRISENVORSORGE 01.11.2011

Der Prophet* Erwin Pelzig

* obwohl jeder denkende Mensch die gleichen Erkenntnisse aus der aktuellen Lage heraus bezüglich wirtschaftlicher Zukunft haben müsste, müsste (…)

Der Erwin Pelzig macht im ZDF voll auf die aktuelle und baldige KRISE aufmerksam, zeigt, wie es mit den Schulden Europas ewig weitergehen kann … mittels folgender Aufstellung:

kongenial schlau, wie oft,

zoomen wir also in die Sendung (link für die ganze Sendung nachfolgend) und Pelzigs FingerZeig:

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(Anmerkung: Vor weniger als 90 Jahren kostete in Deutschland 1 kg Brot 105 Milliarden Reichsmark.)

Pelzig: „….und jetzt die gute Nachricht, wir sind erst hier (Billion)!“

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da ist noch Luft nach unten. Lässt die Tafel rumgehen mit dem Hinweis „lernt mal schön diese Zahlen (zB. Quadrilliarde ist die mit 27 Nullen) denn wir werden das bald Alle brauchen!“. (sic !)

Ja, Fakten sind Fakten. 1923 gab es noch keinen TV mit Pelzig.

zeigt Site mit KRISENVORSORGE

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und thematisiert

… wenn denn kein Strom da ist
… 5 Gramm SilberBarren (den erhält der Bayrische Ministerpräsident a. D. Beckstein nachher als Geschenk für die Zukunft)
… wie soll man mit 1 kg Gold beim Bäcker einkaufen [wir empfehlen SilberMuenzGeld]
Gasmaske für EUR 19.99 aus NVA Beständen

… FRISCHWASSER 100 ml, EUR 1.50 …, dh. 1 Liter EUR 15.00

Einen sog. Selbstverteidigungschirm in Aktion – mit Melonen (der Kürbis hiess „Beeerlusconi… (sprich: “ berlusconi „) – zeigt er

… Was sagte Bayrischer Ministerpräsident a. D. Beckstein  zum Bundestrojaner

… Edmund Stoiber sagt Muschi zu seiner Frau … und ähnliche Schoten

Der „Tim Bendzko (der mit dem Song: „muss nur noch kurz die Welt retten“): Für das Alles Schall und Rauch Lied, von dem es kein Video gab, zeigt Pelzig ein ZDF eigenes super KurzVideo mit ein paar – noch – aktuellen deutschen Politikern, sehenswert! (link nachfolgend, s. unten)

Alles SCHALL und Rauch, Tim Bendzko Lied, Video von Erwin Pelzig ZDF 01.11.2011, (Bild bei Minute 36.00, link siehe nachfolgend)

Alles SCHALL und Rauch Tim Bendzko Lied Video Pelzig ZDF 01.11.2011

Jürgen Trittin, GRÜNEN Fraktionschef, dem schmeckt die Bowle wie er sagt, wie „Red Bull mit Essig“

und mehr, via http://bit.ly/Alles-Schall-und-Rauch-ZDF-Pelzig-01112011

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/1032452/Die-Griechenland-Pleite-Panik

„Pelzig hält sich“ finden, exakt hier.

http://bit.ly/pelzig-zdf-2011-11-01

Aktuell: Die beobachtende Passivität der Masse. Diese pluralistische Ignoranz ist gefährlich

sehr gefährlich!
Wissensmanufaktur.net schreibt dazu

Der Fokus der Wissensmanufaktur liegt neben den permanenten Untersuchungen der aktuellen Wirtschaftslage auch in der Hinterfragung der gesamten wirtschaftlichen Ordnung.

Diese Hinterfragung ist dringend not-wendend! Worum geht es:

In der Sozialpsychologie kennen wir den Begriff der pluralistischen Ignoranz, der den Zustand der zu beobachtenden Passivität der Masse erläutert. Wenn Menschen erleben, dass eine schwer einzuschätzende Situation aufgetreten ist, diese aber nicht analysieren können, gehen sie in eine Beobachtungsposition über, um zu ermitteln, wie ihre Mitmenschen reagieren.

Diese aber haben ebenfalls diese Haltung eingenommen und achten darauf, ob etwas geschieht. So entsteht eine pluralistische Ignoranz. Selbst bei dramatischen Verwerfungen oder Notfällen ergreifen dann die Menschen keine Initiative, obwohl es deutlich angezeigt wäre. Die Machtsysteme können durch gezielte Überinformationen und sich widersprechende Nachrichten diesen passiven Zustand der Menschen aufrechterhalten.

[link. Gesamten Artikel und weiterlesen]    http://bit.ly/wissensmanufaktur-net-tag-x-pdf

Schweizer Kantonalbanken bangen um Erträge durch KMU

Die Belastungen der Realwirtschaft mit einem starken Franken und einer langsamen Konjunkturabkühlung bleiben nicht ohne Folgen für die 24 Kantonalbanken. Die Staatsinstitute fürchten um ihre Erträge im wichtigen Firmenkundengeschäft; die kleineren und mittleren Unternehmungen (KMU) unterhalten oft eine Geschäftsbeziehung zu einer Kantonalbank. «Wir dürfen uns nichts vormachen: Die rückläufigen Bestelleingänge sind für die KMU die eigentliche Herausforderung», sagte Heinz Kunz, Leiter des Firmenkundengeschäfts der Zürcher Kantonalbank(ZKB), an der Jahresmedienkonferenz des Schweizerischen Kantonalbankenverbands (VSKB) in Zürich.

Eine Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland, auch wenn diese Option aus Sicht der KMU seit dem Sommer etwas an Bedeutung verloren hat, bleibt laut der ZKB weiter ein Thema. Die Festlegung der 1.20-Franken-Untergrenze für den Eurokurs durch die Nationalbank sei für KMU weiterhin sehr tief, sagte Kunz.

Lähmende Schuldenkrise

Einen «Exodus» der Schweizer Industrie ins Ausland bekäme die ZKB stark zu spüren, sagte Kunz weiter. Die Folgen wären rückläufige Investitionen in betriebliche Immobilien und Anlagen in der Schweiz. Damit ginge ein substanzieller Rückgang der Nachfrage im Kreditgeschäft einher, der fast 60 Prozent zu den Erträgen im Firmenkundengeschäft der Schweizer Banken beisteuert.

Aber auch das durch die Staatsschuldenkrise in Europa und den USA gelähmte Wirtschaftswachstum setze den Unternehmen zu: «Es bleibt das ungewisse Gefühl, dass die aktuell noch gute Situation sich in einer Rezession und in tieferen Bonitätsratings für Firmen auswirken könnte», sagte ZKB-Manager Kunz. Damit stiegen Kreditkosten für Firmen und die Ausfallrisiken für die Banken.

Verschärfter Wettbewerb für KMU

Das KMU-Barometer 2011, das die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) erstellte, ortet die am stärksten von der aktuellen Wirtschafts- und Schuldenkrise betroffenen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Investitionsgüterindustrie und im Tourismus.

Schweizer KMU würden angesichts des sich verschärfenden Wettbewerbs nicht nur einen zunehmenden Rentabilitätsdruck spüren, sondern sähen sich auch vor die Schwierigkeit gestellt, qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen. Dieser Punkt werde von den 323 befragten Unternehmen als grösste Herausforderung in den nächsten ein bis drei Jahren gesehen, heisst es im Barometer weiter.

Noch kein neuer Verbandspräsident

Der Verband Schweizerischer Kantonalbanken (VSKB) ist weiter auf der Suche nach einem neuen Präsidenten. Nach der Rücktrittsankündigung des ehemaligen Direktors der Eidg. Finanzverwaltung Peter Siegenthaler im vergangenen Mai evaluiert der Verband geeignete Kandidaten.

Einen Namen könne er aber noch nicht bekanntgeben, sagte VSKB- Direktor Hanspeter Hess. Der Verband besteht seit 1907 und vertritt die Interessen der 24 Kantonalbanken in den 26 Schweizer Kantonen. (kpn/sda) (Aus der Berner Zeitung)

5.11.2011, 5. November 2011, Bank Transfer Day, November 5th

Bank Transfer Day?

Worum geht es da:

Bekanntlich sind aufgrund des Mindestreservesystems meist maximal nur ca. 10% Bargeld im Umlauf, der Rest ist sog. Buchgeld.

Wenn bei einer Bank „diese 10%“ fehlen, kann sie prinzipiell illiquid werden, dies sicher zuerst einmal bargeldtechnisch.

Nun soll bei sog. Grossbanken, also nicht bei Genossenschaftbanken, das mögliche Geld (Guthaben, Ausschöpfung Kredilinie) abgeholt und bei einer „anderen Bank“ deponiert werden.

In USA sind diese „anderen Banken“ zB. die Union Banks (in USA! (In CH ist zB. die Union Bank of Switzerland keine Union Bank dieser US-Art),

in CH die Raiffeisenbank, die Clientis uam. (s. nachfolgende Liste)

in D und A die Raiffeisen- und Volksbanken. [Andere Länder und mehr]

Hinweis Schweiz: Die PostBank, dh. die Postfinance ist eine mit der UBS kooperierende Institution.

Das ist das erklärte Ziel der Operation NOVEMBER 5th 2011.

Soweit die Theorie.

Sicher ist, je mehr Kundinen und Kunden das tun, desto eindrücklicher wird das Szenario, da da dadurch vielen, den meisten, die Augen aufgehen, dass das schon von Anfang an zum Scheitern programmierte System des sog. Giralgeldes mit dem Zinseszins nicht funktionieren KANN. [mehr]

Da Banken dies natürlich wissen, gibt es in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, den AGBs, Regeln, die nicht zulassen, dass komplette Konten, die mehr als 100´000,- aufweisen von einem auf den anderen Tag leer geräumt werden – bei den meisten Banken in der Schweiz zB. sind es Beträge ab 50´000,- als Maximum für einen Monat.

Es dürfte aber sicher auch seine Wirkung zeigen, wenn viele BankkundInnen sich um den 05.11.2011 den möglichen Teil Ihres Guthabens auszahlen lassen. SinnVoller ist es, dies VORHER zu tun.

Wie erwähnt, es geht um den Geld und Bank Transfer.

Tipp: Wer von seinen Transfergeld zB. 25% in Silber anlegt (Kleine Stückelung, keine 15 kg Barren, oder ETF auf Silber, die evtl. ein BankVerkäufer empfiehlt), wird sicher seinen Nutzen haben in der Zukunft.

Silber ist ein Sachwert und nicht aus BaumwollPapier.

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Der too big to fail Kniff, der zT. durch Fusionen von schon grossen Banken, wie zB.- in der Schweiz –  des Bankvereins und der SBG zur UBS erreicht wurde, hat einen recht unschönen Beigschmack, va. wenn die Fakten zeigen, dass gewisse BankMenschen, trotz der MilliardenHilfe durch das Volk, immer noch Millionen-Boni kassieren.

Da liest sich doch folgende Geschichte der Geschichte der Clientis Sparkasse Zürcher Oberland einfach leichter:

Dank ihrer soliden, durch Augenmass und Zurückhaltung definierten Geschäftspolitik, überstanden die Institute auch die wechselvollen Krisen- und Kriegsjahre. Die zahlreichen Börsen- und Bankenskandale, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Zusammenbruch mehrere Institute führten, konnten den Oberländer Instituten nichts anhaben.

Die Bank wuchs vom kleinen «Kässeli» zur grössten Regionalbank des Kantons Zürich, die im Jahr 2003 ihr 175-Jahre-Jubiläum feierte. (aus zrb.clientis.ch)

Oder:

Geschichte der Clientis Sparkasse Küsnacht ZH

Im Jahre 1838 wurde die Sparkasse Küsnacht ZH gegründet. Sie hiess seinerzeit noch Ersparungs-Cassa-Gesellschaft. Der erste Präsident der Sparkasse war Herr J.J. Fierz von Küsnacht (Regierungsrat und Nationalrat) von 1838-1860. Im ersten Betriebsjahr wurden von 187 Einlegern, darunter überraschend vielen Frauen, 3’848 Gulden einbezahlt.

Die Sparkasse Küsnacht ZH hat in den 165 Jahren seit ihrer Gründung eine weite Reise hinter sich gebracht und sich stetig verändert. Das Geschäftsimage mit der Sicherheit als erster Priorität ist aber dasselbe geblieben. Als Indikator dafür mag angeführt werden, dass die Reserven stark geäufnet wurden, was für einen guten, soliden Geschäftsgang spricht. Durch ihre Verankerung in der Region als traditionelle Genossenschaft konnte die Sparkasse problemlos ihre Stellung halten.


Genossenschaftsbanken (Schweiz)

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C (Fortsetzung)

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Countdown zur Rettung der Banken, Relativität der Zeit

Die Autoren J. Dams, F. Eder und T. Kaiser schreiben am 09.10.2011 in welt.de

Der Politik bleiben nur wenige Tage, um Europas Banken vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Mit Hochdruck suchen Regierungschefs nach Lösungen.

Drei Jahre nach dem Zusammenbruch der US-Investmenbank Lehman Brothers schlägt die Finanzkrise wieder zu. Stand damals schon die Zukunft des internationalen Finanzsystems und damit der gesamten Weltwirtschaft auf der Kippe, ist die Lage heute nach Einschätzung vieler Experten noch gefährlicher als im Herbst 2008.

Frankfurter Banken-Skyline
Foto: picture-alliance / Frank Rumpenh Frankfurter Banken-Skyline: Schwere Zeiten für die Geldinstitute

Wenn die Politik nicht in der Lage sei, die Finanzkrise auf eine glaubwürdige Art anzugehen, „dann werden wir, so denke ich, vielleicht innerhalb von zwei bis drei Wochen einen Zusammenbruch bei den Staatsschulden haben, was im gesamten europäischen Bankensystem zu einer Kernschmelze führen wird“, warnt Robert Shapiro, ein Berater des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Den meisten Regierungschefs der Euro-Zone ist die Brisanz der Lage mittlerweile bewusst. Am Sonntag wird Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy daher bei Angela Merkel im Bundeskanzleramt erwartet. Die beiden suchen nach einem Weg aus dem Dilemma. Die Zeit drängt. Daher werden sie noch am Abend verkünden müssen, wie es weitergehen soll. Die Börsen erwarten einen Lichtblick, sonst dürfte es am Montag neue Verwerfungen an den Märkten geben

Politikern ist die Brisanz der Lage bewusst

Bis vor wenigen Tagen lagen Sarkozy und Merkel in wichtigen Streitpunkten allerdings weit auseinander: Deutschland will eine Umschuldung Griechenlands, Frankreich lehnte sie ab. Paris fordert, dass der Rettungsfonds EFSF zur Refinanzierung angeschlagener Staaten und Banken der Euro-Zone Zugriff auf Gelder der Europäischen Zentralbank (EZB) haben soll; Berlin ist bislang strikt dagegen.

Video

  • Für Video dazu, auf das Bild klicken bitte.
Merkel würde Banken mit Milliarden unterstützen

Merkel will die europäischen Verträge früher als erst in drei Jahren ändern, um größere Durchgriffsrechte bei den Schuldensündern zu haben. Das soll für die gesamte EU gelten. Sarkozy aber will das auf die Euro-Zone begrenzen.

Inzwischen zeichnet sich nach Informationen der „Welt am Sonntag“ zumindest bei einigen Knackpunkten eine Einigung ab: Im Gegenzug für eine Schuldenschnitt für Griechenland soll Deutschland bereit sein, den Franzosen beim Rettungsfonds nachzugeben.

Das könnte zur Folge haben, dass französische Banken, die eine Umschuldung Griechenlands nicht verkraften, im Notfall über den EFSF und damit auch mit deutschen Steuergeldern gestützt werden. Spätestens bis zum Treffen des Europäischen Rats am 17. und 18. Oktober solle zudem der Beschluss über die Rekapitalisierung der Banken stehen, heißt es.

Banken bunkern Geld bei der EZB

Eile ist geboten. Denn eine Reihe großer europäischer Geldhäuser würde Kapital brauchen, um Verluste infolge eines Schuldenschnitts in Athen abzufedern. Am Kapitalmarkt bekommen viele Institute kein Geld mehr: Nicht nur US-Banken, sondern auch europäische Häuser weigern sich immer häufiger, mit ihren Konkurrenten noch Geschäfte zu machen. Sie fürchten den Verlust ihres Geldes, sollte der Geschäftspartner zusammenbrechen. Anstatt ihr Geld höher verzinst in Transaktionen mit der Konkurrenz zu investieren, tragen die Banken ihre Euro über Nacht lieber zur EZB. Mitte der Woche lag die Summe der Einlagen bei der Notenbank schon bei mehr als 210 Milliarden Euro.

Längst geht man in der Bundesregierung davon aus, dass diese Turbulenzen Folgen für die Realwirtschaft haben werden. „Noch stehen wir ganz gut da, aber das wird nicht so bleiben“, heißt es in Regierungskreisen.


Es gibt zwei Euro-Rettungsschirme – den modifizierten vorläufigen Mechanismus EFSF und seinen dauerhaften Nachfolger ESM, der Mitte 2013 in Kraft tritt.

Deutsche Banken haben im europäischen Ausland schon ihre Kredite reduziert. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Entwicklung auch im Inland beginnt. Dann kommen hiesige Firmen in die Bredouille. Sie werden weniger investieren und womöglich sogar Arbeitsplätze abbauen. In einem international schwierigen Umfeld mit einer schwachen Konjunktur in den USA könnte die europäische Schuldenkrise Auslöser für eine weltweite Rezession sein.

Anders aber als 2008 sind es dieses Mal eben nicht die Banken, die sich mit undurchschaubaren Finanzprodukten verzockt haben. Das Problem der Geldhäuser sind heute europäische Staatsanleihen. Jahrelang galten die Bonds als so risikoarm, dass die Banken für sie nicht einmal Eigenkapital als Risikopuffer vorhalten mussten. Seit Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Italien wackeln, ist deutlich geworden, dass diese Regelung ein Fehler war.

Ratingagenturen zeigen Dramatik der Lage

Nun stecken alle in der Zwickmühle. Die Banken geraten unter Druck, weil sie die Anleihen maroder Euro-Staaten halten. Eigentlich müssten ihnen diese Länder nun wiederum helfen. Doch dafür fehlt der Politik das Geld. „Wir stecken mitten in einer ausgewachsenen Bankenkrise“, sagt Maurice Obstfeld, Professor an der Universität von Kalifornien in Berkeley deshalb der „Welt am Sonntag“.

Wie dramatisch die Lage ist, zeigen neue Botschaften der Ratingagenturen. Mit Fitch hat auch der letzte der drei großen Bonitätsprüfer die Kreditwürdigkeit Spaniens und Italiens herabgestuft. Das bedeutet: höhere Zinslasten für neue Kredite und damit noch größere Lasten für beide Länder. Als wäre das nicht schlimm genug, gerät nun auch Belgien in den Fokus der Agenturen. Moody’s droht dem Land mit der Herabstufung. Der Grund: Belgien muss seine Banken vielleicht stützen und kann sich das eigentlich kaum leisten.

Als größtes Land Europas ist Deutschland daher nach Ansicht von Weltbank-Präsident Robert Zoellick jetzt gefordert. „Als vor gut 20 Jahren der Ostblick zusammenbrach, entwickelte Bundeskanzler Helmut Kohl eine Vision, wie sich die Dinge entwickeln könnten“, sagte Zoellick „Der Wirtschaftswoche“. „So etwas fehlt jetzt völlig, und je länger dies andauert, desto mehr Geld kostet es und desto weniger Handlungsoptionen wird es geben.“

Die Bankenkrise ist dafür ein beredtes Beispiel. Lange hat die Politik das Problem vor sich her geschoben. Jetzt aber führt kein Weg an zügigen Hilfen in ganz Europa vorbei. „Die öffentliche Hand sollte einen größtmöglichen Teil des Risikos tragen, um die Stabilität des Finanzsystems nicht weiter zu gefährden“, sagte Princeton-Professor Eric Maskin.

Jenen Staaten aber, denen das Geld dafür fehlt, wird der Rest Europas helfen müssen, mit milliardenschweren Folgen für Deutschlands Steuerzahler. Die Alternative dazu aber wäre ein Szenario, dass kaum ein Politiker in Regierungsverantwortung riskieren will: der Zusammenbruch des Weltfinanzsystems. Angela Merkel hat das bei ihrem Treffen mit Sarkozy sicher vor Augen.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13649035/Der-Countdown-zur-Rettung-der-Banken-laeuft.html