SNB Schweizer Nationalbank, wer steht hinter den Enthüllungen der Weltwoche in der Affäre Hildebrand? Gemäss Weltwoche: Auch ein Anwalt namens Hermann Lei

 «Unser Ziel war es, den Schaden zu verhindern»


Der Thurgauer Anwalt Hermann Lei steht hinter den Enthüllungen der Weltwoche in der Affäre Hildebrand. Erstmals gibt er detailliert Auskunft (in der Weltwoche 201202, aus dem Artikel von Alex Baur)

Herr Lei, Sie sind ziemlich unter Druck gekommen in den letzten Tagen – haben Sie gut geschlafen heute Nacht?

Gut schon, aber wenig. Mein Telefon klingelt von früh bis spät fast ununterbrochen. Wenige Minuten nachdem Hansueli Raggenbass von der Bankenkommission am Donnerstag meinen Namen publik gemacht hatte, ging es los, seither gibt es fast pausenlos Anfragen.

Ich spreche Sie eher an auf Bundespräsidentin Eveline Widmer Schlumpf. Sie hat gestern in der Arena auf SF die Verletzung des Bankgeheimnisses im Fall Hildebrand scharf gerügt und gefordert, dass nun „knallhart“ gegen die „Drahtzieher“ vorgegangen werde. Damit hat die Finanzministerin ja wohl auch Sie gemeint. Dank ihnen wurden die Hintergründe der Affäre Hildebrand via Weltwoche überhaupt publik.

Das sind Ablenkungsmanöver. Dass nun knallhart gegen den Whistleblower vorgegangen werden soll, ist unangebracht, denn er hat aus sehr ehrbaren Gründen gehandelt. Was man in erster Linie knallhart untersuchen müsste, sind die Transaktionen des Herrn Hildebrand. Wenn Frau Widmer Schlumpf wirklich der Meinung wäre, dass an den Devisenspekulationen des obersten Währungshüters nichts dran ist, hätte sie ja viel früher ein Verfahren gegen uns fordern müssen, und nicht erst, nachdem die Sache publik wurde. Dass das Bankgeheimnis verletzt wurde, ist seit dem 13. Dezember bekannt. Nur gibt es dafür legitime Gründe.

Und die wären?

Vorweg, das Bankgeheimnis ist ein sehr wichtiger Wert, es steht auch für den Schweizer Finanzplatz, es steht für Solidität und Verlässlichkeit. Aber wenn man sieht, dass die Galionsfigur unseres Finanzplatzes, der Nationalbankpräsident, selber oder via Familie Devisengeschäfte macht, dann ist die Glaubwürdigkeit eben dieses Finanzplatzes in Gefahr. Dann muss man solche Vorgänge aufdecken.

Der Datendieb, der eine CD mit Kundendaten an die deutsche Regierung verkaufte, nimmt für sich auch in Anspruch, Missstände aufgedeckt zu haben.

Jener Datendieb hat rein gar nichts aufgedeckt, was nach geltendem Recht in der Schweiz illegal oder unzulässig wäre, sein Beweggrund war, möglichst viel Geld zu verdienen, und er hat dem Finanzplatz enormen Schaden zugefügt. Das ist verwerflich. Beim Fall Hildebrand liegen die Dinge völlig anders.

Die Bundespräsidentin ist aber der Meinung, dass Sie dem Finanzplatz geschadet haben.

Das Anliegen von uns – damit meine ich den Informanten, Nationalrat Christoph Blocher und mich – war es ja eben, einen Schaden zu verhindern. Wir sind sehr diskret vorgegangen, wir haben die Informationen direkt an den Bundesrat weitergeleitet, das Aufsichtsgremium über die Nationalbank, damit er die Vorwürfe untersucht.

Sie sind dann aber doch an die Öffentlichkeit gegangen; Sie haben Weltwoche-Redaktor Urs Paul Engeler entscheidende Informationen vermittelt, die den Skandal zum Platzen brachte.

Mit dem kryptischen Communiqué der Nationalbank vom 23. September 2011 wurde klar, dass die Affäre unter den Tisch gewischt und die Devisengeschäfte von Herrn Hildebrand gedeckt werden sollten. Das hat uns schockiert, deshalb habe ich die Informationen meines Informanten weitergeleitet.

Nun macht aber Herr Hildebrand geltend, dass die anrüchigste seiner Dollar-Transaktion, jene vom 15. August 2011 nämlich, die er selber ja als unzulässig bezeichnet, gar nicht von ihm, sondern von seiner Frau in Auftrag gegeben worden sei. Wie stellen Sie sich dazu?

Selbst wenn das stimmen würde, was ich aufgrund meiner Informationen nach wie vor stark bezweifle, wäre es völlig irrelevant, ob er oder seine Frau diese Transaktion veranlasst hat. Hildebrand oder seine Familie sollten nicht spekulieren. Tatsache ist: es gibt eine Reihe von Finanz- und Währungstransaktionen auf dem besagten Konto, eine einzige davon, ausgerechnet die die verfänglichste, soll nun seine Frau veranlasst haben. Das angebliche Mail, mit dem sie die Transaktion veranlasst haben soll und dessen Inhalt wir nicht einmal kennen, beweist überhaupt nichts.

In einer schriftlichen Erklärung, welche die Weltwoche publiziert hat, stellten Sie die Behauptung auf, Nationalbank-Präsident Hildebrand hätte sämtliche Devisengeschäfte auf seinem Konto, also auch die Transaktion vom 15. August, persönlich veranlasst. Wie kommen Sie dazu?

Das habe nicht ich behauptet, sondern mein Informant. Seine Aussagen waren sehr detailliert und glaubhaft, und sie decken sich voll mit dem Kontoauszug.

Was hat ihnen der Informant genau gesagt?

Dieser Mann arbeitete im IT-Bereich der Bank, doch er stand in Kontakt mit dem Kundenberater, der Hildebrand betreute. Nach der Darstellung des Kundenberaters hatte dieser Hildebrand darauf hingewiesen, dass er die fragliche Dollar-Transaktion der Compliance-Abteilung melden müsse. Hildebrand habe darauf sehr aggressiv reagiert und ihm sinngemäss gesagt: ‚Sie wissen doch ganz genau, dass ich diese Transaktion schon vor drei Monaten in Auftrag gegeben habe‘. Der Kundenberater sei in der Folge offenbar derart eingeschüchtert gewesen, dass er die Meldung an die Kontrollstelle, die er eigentlich hätte erstatten müssen, nicht erstattete.

Ist das eine Information gemäss Hörensagen – oder hat das der Informant direkt vom Kundenberater so erfahren?

Gemäss seinen eigenen Darstellungen hat der Informant das direkt vom Kundenberater erfahren.

Fand dieses Gespräch zwischen dem Kundenberater und Hildebrand vor, während oder nach der Ausführung des Dollarkaufes statt?

Das kann ich nicht mit Sicherheit sagen.

Der Vorwurf, der Nationalbank-Präsident habe den Kundenberater unter Druck gesetzt, ist gravierend. Was gibt Ihnen die Gewissheit, dass ihr Informant die Wahrheit sagt?

Ich habe keine Gewissheit, ich gebe nur wieder, was der Informant mir sagte und bisher traf alles zu, was er sagte. Zweitens decken sich seine Informationen mit den Kontobewegungen. Und drittens hat er mir die Aussagen des Kundenberaters so detailliert und lebhaft beschrieben, dass ich keinen Anlass hatte, die Authentizität zu bezweifeln.

Reicht das allein, um Herrn Hildebrand öffentlich zu desavouieren?

Das war ja nicht das Ziel. Ich habe von Anfang an zu einem sehr vorsichtigen, diskreten und zurückhaltenden Vorgehen geraten. Nochmals, es war nicht unser Anliegen an die Öffentlichkeit zu gelangen, sondern an den Bundesrat, damit er die Vorwürfe seriös abklärt.

Sie sind dann aber trotzdem an die Öffentlichkeit gegangen.

Wie gesagt, nach dem Communiqué vom 23. Dezember fanden wir, die Sache stinkt doch zum Himmel. Im Communiqué erkannte ich die Daten, die ich vom Informanten hatte. Aber es fehlten die wichtigsten Informationen, und daraus mussten wir schliessen, dass hier etwas verschleiert wurde. Es wurde erstens der falsche Eindruck erweckt, es ginge um das Konto seiner Frau; es wurde zweitens verschwiegen, dass Hildebrand im fraglichen Zeitraum auch Dollarbestände verkauft hatte; und es wurde unterschlagen, dass der Nationalbank-Präsident damit einen Kursgewinn von 75 000 Franken erzielt hatte – und dass diese Geschäfte just im Zeitraum stattfanden, in dem die Nationalbank Massnahmen zur Senkung des Frankenkurses ergriff.

Mit dem Gang an die Öffentlichkeit sind Sie ein sehr grosses Risiko eingegangen. War Ihnen das bewusst? Haben Sie sich rechtlich abgesichert?

Ich habe mich mit dem Informanten lange und ausführlich besprochen, wir befanden uns in einem Zwiespalt. Man verdächtigt eine Institution, die man an sich hoch hält und respektiert, nicht so einfach. Vor diesem Hintergrund betrachteten wir es als unsere Bürgerpflicht, gewisse Risiken in Kauf zu nehmen. Wäre vollständig informiert worden, hätte ich den Schritt sicher nicht getan.

Die Gegenseite – Herr Hildebrand, Finanzministerin Eveline Wider Schlumpf – unterstellt Ihnen parteipolitische Motive. Sie sind ein aktiver und prononcierter SVP-Politiker, Sie haben Nationalrat Christoph Blocher als Vermittler zum Bundesrat eingeschaltet, eine Reizfigur. Damit bieten Sie natürlich Angriffsfläche – und schon redet man über Parteipolitik statt über die Finanzgeschäfte des Nationalbank-Präsidenten. Wäre es nicht klüger gewesen, diese Sache in die Hände neutraler, parteipolitisch unverdächtiger Vermittler zu legen?

Im Nachhinein stelle ich mir diese Frage auch. Uns erschien die Faktenlage derart klar und eklatant, auch haben wir den Anti-SVP-Reflex unterschätzt, der hier im Thurgau allerdings auch nicht so ausgeprägt ist wie anderswo. Vielleicht hätten wir die Sache einem CVP-Vertreter übergeben sollen. Ob sich dieser dann durchgesetzt hätte, ist allerdings eine andere Frage. Bei Christoph Blocher wussten wir, dass er einen direkten Draht zu den ehemaligen Bundesrats-Kollegen hat, und das hat ja auch funktioniert.

Im «Tages-Anzeiger» wurde angetönt, dass Sie eine persönliche Abneigung gegenüber Herrn Hildebrand haben könnten. Sie haben sich in einem Blog schon früher kritisch zu seiner Währungspolitik geäussert?

Ich bin seit längerer Zeit kritisch gegenüber der Hildebrands Währungspolitik, das stimmt. Mein Eindruck ist, dass er privat und währungspolitisch dasselbe macht, nämlich spekulieren. Ich bin der Meinung, dass das nicht geht. Wenn es denn wirklich so ist. Nochmals: es war nie unser Ziel, einen Skandal zu provozieren. Wir wollten, dass die Vorwürfe genau abgeklärt werden.

Sie werden als rechter Hardliner beschrieben. Wie würden Sie sich selber einstufen?

Liberal-konservativ. Ich bin sehr stark durch mein Elternhaus geprägt, das war durch und durch freisinnig. Die FDP hat sich dann in eine andere Richtung entwickelt. Meine Haltung ist eigentlich Mainstream im Thurgau, wenn Sie so wollen. Es stimmt, ich habe mich für die Minarett- und die Ausschaffungsinitiative engagiert, aber die beiden Vorlagen wurden vom Volk bekanntlich angenommen, im Thurgau mit sehr solidem Stimmenmehr. Ein Extremist bin ich also sicher nicht.

Warum gingen Sie nicht zur Justiz? Oder zur bankinternen Compliance?

Wir haben uns diese Variante überlegt. Aber der strafrechtliche Weg wäre für den Informant mit grösseren Risiken behaftet und weniger erfolgsversprechend gewesen. Und was die interne Compliance anbelangt, mussten wir aufgrund der Schilderungen des Informanten davon ausgehen, dass das nichts gebracht hätte. Die Devisengeschäfte des Herrn Hildebrand waren bankintern ja weitherum bekannt. Folgen hatte das keine. Der Bundesrat war die richtige Anlaufstation.

Gemäss unseren Informationen gab es innerhalb der Bank ein Dutzend Mitwisser. Stimmt das?

Das deckt sich mit meinen Informationen. Der Informant sprach von zehn bis fünfzehn Personen.

Sie haben sich selbst in eigenen Partei-Kreisen mit Ihrem Vorgehen nicht nur Freunde geschaffen. Der SVP-Präsident im Kanton Thurgau hat Sie scharf kritisiert.

Der Parteipräsident hatte zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle Informationen. In Zwischenzeit haben wir miteinander gesprochen, ich meine, die Sache sei bereinigt.

Es ist von standes- und strafrechtlichen Verfahren die Rede, die angeblich gegen Sie eingeleitet wurden?

Mir ist nichts Derartiges bekannt, ich wüsste nicht unter welchem Titel. Der Informant kam aus freien Stücken zu mir, ich habe ihn zu nichts angestiftet. Und er kam als Freund zu mir, ich hatte kein anwaltschaftliches Mandat für ihn. 

Der Informant wollte ursprünglich die Affäre über den «Blick» publik machen, das hat dann aber nicht funktioniert. War das mit Ihnen abgesprochen?

Nein, ich wusste vorgängig nichts von seinen Kontakten mit dem «Blick».

Wir haben von dritter Seite gehört, der Informant hätte sich von Ihnen abgewendet.

Der Informant steht unter einem unglaublichen Druck, ihm geht es zurzeit sehr schlecht, wie man den Medien entnehmen konnte, hält er sich in einer Klinik auf. Bis zu diesem Zeitpunkt standen wir in sehr regelmässigem Kontakt.

Wenn Sie zurückblicken – würden Sie heute noch gleich handeln?

Einiges würde ich vielleicht anders machen. Aber ich bin nach wie vor der Meinung, dass wir das richtige getan haben.

Erschienen auf Weltwoche online, 07.01.2012

Kommentare:

  • Franziska Keller
  • 13.01.12 | 07:33 Uhr

Herr Mair, um was genau geht es Ihnen?
Die WW hat zwei Beiträge vom Netz genommen, na und? Das kommt auch bei anderen vor.
Der Vorgang ist bestimmt nicht so gravierend das man endlos darauf herumhacken muss – ausser es fehlt einem an wirklichen Argumenten! Es geht nicht um solche Details, es geht darum, dass jetzt konsequent aufgeräumt, Fehler und Mängel korrigiert und behoben werden.
Ich erinnere Sie: Es geht nicht um eine Causa Blocher/WW – es geht um die Causa Hildebrand, SNB-Bankrat und BR/EWS. Ihre Ablenkungsmanöver mittels kleinlicher Fingerzeigerei sind sinnlos.

  • Bruno Mair
  • 12.01.12 | 22:13 Uhr

Marco Bless
12.01.12 | 19:43 Uhr

Herr Bless… Leserbriefe sind keine Umfragen sondern Statement und zwar genau diesem Thema, so wie Sie es um 19.43 Uhr auch getan haben. Geben Sie doch bitte genauso Ihr Statement, wieso die beiden Beiträge von der WeWo vom Netz genommen wurde. Anscheinend ist das für Sie und die anderen Teilnehmer zu schwierig darauf eine Antwort zu geben. Sorry dan kann ich wirklich nicht anders… als Nachfragen! Vielleicht weiss ja der Samichlaus die Antwort.

  • Markus Kohler
  • 12.01.12 | 21:46 Uhr

@Christine ich gebe Dir Recht.Die „Büchse der Pandorra“haben die Anderen geöffnet.Jetzt schiessen sie auf die“Büchse“aber die“Pandorra“ist längstens am Wirken,hoffentlich noch lange!Leider können die“Büchsenöffner“nicht zurück,siehe auch Wahl von EWS.Nein sie meinen sie können Dr.C.B.aufhalten wenn sie denn nur lange genug“schiessen“Falsch gedacht;Scham,schlechtes Gewissen und Überheblichkeit sorgen im aktuellen Parlament für Missstände die CH noch nicht gesehen hat! Schämt Euch Ihr kleinlichen,verwirrten und gewählten.Jetzt händ ihr dä dräck und s’chunnt no schlimmer,ganz sicher!

  • Christine Joos
  • 12.01.12 | 19:54 Uhr

Warum EWS im BR nichts verloren hat, kann objektiv beantwortet werden: Sie hat weder eine arithmetische, inhaltliche, moralische, politische noch sonstige Berechtigung zu diesem Amt. Parlamentarier, die sie wählten, taten das aus niederen Motiven (Hass gegen CHB und SVP): Diese Parlamentarier haben sich damit des Amtsmissbrauchts schuldig gemacht.

Subjektiv stösst mich ihr schlaues Wesen ab, das sich geschickt anderer zu bedienen weiss. Ob sie die Schopenhauer’schen Kunstgriffe anwendet? Wie abstossend und widerlich, diese angewandte Rhetorik! Wie bedaure ich, dass EWS Bundesrätin ist!

  • Marco Bless
  • 12.01.12 | 19:43 Uhr

Was die Mehrheit möchte und was nicht, wird an den Urnen entschieden, nicht in nicht repräsentativen und manipulierten Umfragen einiger mainstream-Blätter. Das und die Primitivität einzelner Forumsbeiträge sind die erkennbaren Tatsachen.

Machen Sie sich nichts draus, Frau Keller, einige können eben nicht anders. Wo Eitelkeit das fehlende Argumentarium ersetzt, da braucht sich wirklich keiner hinter dem Ofen zu verstecken – es ist nur der Samichlaus.

  • Franz Sommer
  • 12.01.12 | 18:22 Uhr

Es war die richtige Entscheidung dies alles zu veröffentlichen (Hildebrand), solche Informanten decken Missstände auf die sonst nicht ans Tageslicht gekommen wären…es kann nicht sein das die Ehefrau auf Fremdwährungen zockt und ihr Mann ist SNB-Präsident mit über 1 Million Jahresgehalt….

  • Bruno Mair
  • 12.01.12 | 13:56 Uhr

… Und noch was Frau Keller. Ballone fliegen lassen und sich anschliessend hinter dem Ofen verstecken erinnert mich an fiese Bubenstreiche in der Kindheit. Politik ist jedoch etwas für Erwachsene…

  • Bruno Mair
  • 12.01.12 | 13:50 Uhr

Franziska Keller
12.01.12 | 10:39 Uhr

FAKT ist, wenn die WeWo die falschen Anschuldigungen vom Netz nimmt. Annahmen und Mutmassungen sind das was Sie anschliessend schreiben. So einfach ist das.

  • Franziska Keller
  • 12.01.12 | 10:39 Uhr

„FAKT“! – Wenn ich das nur schon lese! Wenn jemand das Wort schreibt werde ich schon misstrauisch – Fakten kann man genauso seiner Meinung gemäss zurechtbiegen wie alles andere auch! Genauso ist es mit der sogenannten „Mehrheit. Wer bitte ist das? Und was denken die wirklich? Wörter wie „FAKT“ und „MEHRHEIT“ werden dann hervorgezogen wenn alles andere nichts mehr bringt! Gegen Blocher/für Blocher, was soll das denn heissen? Es geht nicht darum ob man für ihn ist oder nicht, es geht darum was jetzt offengelegt wurde,ob man bereit ist das zu akzeptieren, zu ändern oder lieber negiert & ablenkt!

  • Christine Joos
  • 12.01.12 | 07:06 Uhr

H. hat Fehler gemacht, die mit seinem Amt nicht vereinbar sind, also musste er gehen. Die 6 gestohlenen Maultaschen waren mit dem Job der Altenpflegerin nicht vereinbar, also musste sie gehen.Ohne ein Jahresgehalt.Die peinlichen Reaktionen aus der Bevölkerung, die die Causa H. bejammern, erinnern an Kim Jong Il.

Warum wir in einem solch vergifteten Puff sitzen, hat 1 Grund: Die Abwahl Blochers. Das sollen sich die kollektiven Jammeris endlich eingestehen, statt ihr Blocher-Trauma derart beschränkt weiter zu pflegen.

Wahrscheinlich aber können sie nicht: Sie müssen ihren Spiegel polieren.

  • Andreas Hofstetter
  • 12.01.12 | 06:37 Uhr

Mair – Genau richtig, sobald Hildebrand rausgemobbt war, hat die WW zwei Artikel mit verleumderischen Beschuldigungen subito vom Netz genommen! Das zeigt einmal mehr die Masche: Spekulant, Insider, Lügner, Falschmünzer austeilen, reine primitivste Verleumdungen und wenn man Blochers Vorgabe erfüllt hat, wird die feige Angriffsmasche gelöscht! Das sagt alles aus über dieses Blatt! Ich würde allen empfehlen, das Interview mit Kashya Hildebrand in 10v10 anzuhören und dann mal nachzudenken, anstatt sich hier als die mieseste, charakterlose Sorte Schweizer zu outen.

  • Dietrich Wiederkehr
  • 12.01.12 | 01:18 Uhr

Zuerst mal die Zeilen von Hofstetter habe ich mir gesparrt…schreibt zu anders denkenden Zombies…da würde mir zu der Linken Wählerschaft noch ganz was anderes einfallen, aber ich lasse das mal..lassen wir Linke Primitiv sein. Machen wir uns nichts vor. Ohne die Weltwoche und die SVP hätte die classe politique diesen Fall unter den Teppich gekehrt. Bevor die Weltwoche berichtete lobten ja alle herrn Hildebrand und tadelten die böse SVP und Weltwoche, welche wieder an allem Unheil auf der Welt schuld ist. Herr Hildebrand hat nachweislich gelogen und schon darum nicht mehr tragbar wie EWS auch

  • Bruno Mair
  • 12.01.12 | 00:36 Uhr

Die Presse wiederspiegelt die Gesellschaft. Die Mehrheit ist gegen das Diktat von Blocher (FAKT!). Das angeblich BAZ / TA und NZZ die Leserbriefe Pro-Blocher angeblich zensuriert, ist wohl das Wunschdenken von Scheuklappen-WeWo-Lesern. Wiederum FAKT ist, dass die WeWo die falschen Anschuldigungen vom Netz genommen hat. Den anderen Zeitungen unterstellt man das wiederum.

Darauf eine Antwort zu geben ist für die MEHRHEIT der WeWo – Blogern wohl bedeuten schwieriger. Etwas gemerkt…?

  • Andreas Hofstetter
  • 11.01.12 | 22:23 Uhr

Meier/Muller und Co. Versuchen sie’s bei der Schweizerzeit dort hat es nocht Platz für Leserbriefe von Rechtsextremen wie Ihnen, die werden dann auch nur von ihresgleichen gelesen. Somit können sie sicher sein, dass man sich dort gegenseitig auf die Schultern klopft. Die Weltwoche ist froh, hat sie noch Blogger wie mich. Sonst würde sie sich noch mehr Kritik aussetzen, dass sie nur die dumpfsten Propaganda Copy Paster zulässt und den Mainstream zensuriert!

  • Andreas Hofstetter
  • 11.01.12 | 22:17 Uhr

Hartmann – Hildebrand ist kein Bankster – Er hat die strengsten Eigenmittelvorschriften für die Grossbanken verlangt und durchgesetzt und auch im European Stabilty Board tat er das selbe! Bitte notieren Sie, dass die SVP als einzige Partei der Too Big to Fail Gesetzgebung resp. den stringenten Eigenmittelvorschriften NICHT zugestimmt hat. Blocher ist der Pate der Hochfinanz und diese hat sich an Hildebrand gerächt,weil er ihnen wesentlich kleinere Fressnäpfe verpassen wollte…

  • Rainer Selk
  • 11.01.12 | 22:05 Uhr

Ja, Frau Keller, da hat einer an einem Faden des Wollknäuls gezogen und plötzlich zuckt es überall.

Ich gehe sogar heute Abend soweit, zu sagen, dass der SNB Saftladen gründlich auf ‚Seitengeschäfte‘ hin überprüft werden muss.

Und ich wunderte mich nicht, wenn BR EWS nebenbei auch noch ‚ein Paar Dollar mehr‘ mitgenommen hätte. Da deckt doch eine hohle Hand die andere.

EWS hat sich weit zum Fenster hinausgelehnt, für ihren Dr. H. Jetzt soll sie eine PUK akzeptieren. Wie soll man vom Volk Sparen und Arbeit verlangen, wenn sich oben einige bedienen.

  • Franziska Keller
  • 11.01.12 | 20:48 Uhr

Folgen bis jetzt:
Es zeigte sich wie der Bankrat, BR, EWS (Arena), NR, Medien mit Enthüllungen umgehen: Zuerst ignorieren, dann verharmlosen, zugeben nur im Notfall!
Zeugt dieses Verhalten von Anstand und Stil?

Ein Informant wird für seine Dienste bestraft (freiwilliger Klinikaufenthalt?).

Die SNB bekommt ein (hoffentlich) klar formuliertes, strenges Reglement worin Insiderdeals jedem Mitarbeiter, dem Direktorium und auch dem Bankrat verboten werden?
Evtl. werden die Kto.bewegungen der letzten Jahre v. H. & dem Bankrat überprüft?
Sondersession? PUK?
Die Fragezeichen sind bewusst gesetzt.

  • Michael Hartmann
  • 11.01.12 | 20:46 Uhr

Es bleiben falsche Anschuldigungen – die von der Internetseite verschwunden sind – und viele offene Fragen, die rechtlich aufgearbeitet werden müssen (u.a. Bankgeheimnis). Politisch wird es nun für die SVP darum gehen, alle Kräfte auf eine PUK zu verschwenden und von der parteiinternen kollektiven Bankgeheimnisverletzung abzulenken (kein Pardon für Geheimnisverräter!).

Aber eines bleibt natürlich: Bankster bleibt Bankster und das ist sehr sehr traurig! Wo bleibt eigentlich die Bankerfront der SVP? Die sind ja erschreckend still.

Zum guten Glück ist die Linkenkeuele ausgeblieben. Danke, Wewo.

  • George Lips
  • 11.01.12 | 19:01 Uhr

Objektivität des TA: Heute eine volle Seite mit Leserbriefen zum Thema H.Alle negativ gegenüber SVP/Blocher. Alle!Gut, viele pot.Briefschreiber, die den Abtritt von H.begrüssten, wissen natürlich um die Linkslastigkeit des TA.Auch die NZZ versuchtmit allen Mitteln, Untersuchungen gegen Lei, Blocher u.a. zu generieren.Die letzte Arena war eine reine Manipulationsssendubg Weck/W-Schlumpf.Im gestrigen Club gestikulierten zwei linke Damen wie verrückt.Frei schlug manchmal fast ihre Vordertatze gegen das Gesicht von Mörgeli u.klemmte ihn mehrmals ab.Der Soziologe redete und redete u. sagte..nichts

  • Michel Werner
  • 11.01.12 | 17:20 Uhr

Hofstetter 11.01.12 12.16Uhr

Dass die Sendung des „Al Bundy“ vom der „schrecklich nette Familie SF“ eine gute Quote erreicht hat ,ist sicher nicht der Verdienst dieser Zweifelhafte Erscheinung.
Ich habe mir auch mal diese Niveaulose darstellung erlaubt,aber nur weil Köppel dabei war.
Wir haben uns köstlich amusiert,wie Köppel diesen Möchtegern in die Ecke gestellt hat.
Wie Schawinski funktionniert ist einfach.Ausgraben,Knopfdruck,Monitor..Angriff.
Wie Niederträchtig seine Moderation aufgebaut ist,hat man bei der Erröfnungsfrage an Köppel gesehen.“Sie haben eine schwere Jugend gehabt,wahr?“

  • Jürg Wehrlin
  • 11.01.12 | 16:29 Uhr

@Laurent Meier: ich kann Sie trösten – auch mir geht es so. Am erstaundlichsten ist dies bei der angeblichen Blocher-Zeitung BAZ. Aber anscheinend ist dort ein Chemieunfall passiert, denn dass alle Blogscheiber und die Zensoren von der BAZ freiwillig wahnsinnig geworden sind, glaube ich nicht. Da tauchen fast stündlich neue Fakten über die heilige Eveline auf, aber die BAZ – Leser hauen weiter, blind vor Wut, auf den Blocher ein. Wahrscheinlich ist Hofstetter ein Basler – ich frage mich nur, wer im sein Weltwoche-Abo bezahlt, damit er hier wüten kann. Er liest sie garantiert nicht.

  • Rainer Selk
  • 11.01.12 | 15:16 Uhr

Mit der Parteinahme von Bundespräsidentin Widmer Schlmpf in der Arena hat jene Vorbefassung bewiesen. Das ist eine miserable Schmierenkomödie. Und warum hat BR WS den Rücktritt von Dr. H. nicht verhindert?

Jetzt sind angeblich ausländ. Bänker schuld! Ja, welche denn Hr. Hofstetter? Und klar, Dr. H. ist nicht freiwillig gegangen, hat nicht für sein Ehrenwort und seinen Job gekämpft! Ein hocharroganter Abzocker hat das Handtuch geschmissen. Wie hat der wohl seinen Job sonst noch gemacht?

Im Ausland der Abang von H. positiv aufgenommen worden, weil wir solche Dinge hier nicht dulden.

  • Franziska Keller
  • 11.01.12 | 14:23 Uhr

Warum verteidigen die linken Parteisoldaten jetzt sogar Multimillionäre wie Hildebrand und den Bankrat der SNB?
Nur zur Erinnerung: Multimillionär wird man nie im Leben mit einer weissen Weste. Egal ob Blocher, Hildebrand, Raggenbass – wer auch immer!
Man löst keine Probleme in dem man berechtigt oder nicht immer auf die geichen Feindbilder schiesst.
Übrigens: Das geht auch der ewige Krieg zwischen EWS und Blocher, sprich SP, BDP, CVP gegen SVP an! Ich möchte betonen: NR und BR werden vom Volk teuer dafür bezahlt, anständige sinnvolle politische Arbeit für uns zu leisten!
Tun sie das??

  • Peter Wolff
  • 11.01.12 | 14:19 Uhr

Hut ab vor dem Bankrat, selbst vor Raggenbass:

Es ist in einem solchen Gremium nicht üblich, dass es derart entschlossen auftritt und mit dem geschlossenen Rücktritt droht, falls Hildebrand nicht endlich selbst zurücktrete; noch vor wenigen Tagen schloss z.B. Raggenbass einen Rücktritt aus. Klar zwar, dass die Einsicht (zu) spät kam, aber besser spät als nie wie bei andern:

Die schwerste Missstände deckende Bundespräsidentin müsste in jedem anständigen Staat jetzt den Hut nehmen!

Zum „zu spät“: Der von Hildebrand angerichtete Schaden liegt wohl schon bei weit über 50 Milliarden.

  • Laurent Meier
  • 11.01.12 | 13:28 Uhr

@Hofstetter Nr. 2
Schawinski? Das ich nicht lache! Dieser solariumgebräunte und narzistische Egozentriker gehört ohne wenn und aber aus dem Gebühren-TV gestrichen. Was sollte dieses Gelabber von wegen RK’s schwieriger Kindheit? Brunner führt er vor wie einen 4. Klässer, dem die Hausaufgaben abgefragt werden, was fällt diesem gebührenfinanzierten sonst noch ein, um sein Gegenüber zu diskreditieren? Kein Schlag unter der Gürtellinie scheint RS zu schade zu sein, um sein linkspopulistisches Gedankengut mit unseren Gebühren im Äther zu verbreiten.

  • Laurent Meier
  • 11.01.12 | 13:20 Uhr

@Hofstetter
Wenn Sie meinen, dass publizierte und mit grösster Wahrscheinlichkeit gefilterte/zensurierte Leserbriefe in linkspopulistischen Blättchen repräsentativ sind, dann lasse ich Sie gerne bei Ihrem Glauben. Meine Kommentare werden in den sozialistischen Mainstreammedien regelmässig nicht veröffentlicht, obwohl ich im Gegensatz zu Ihnen nicht mit unflätigen Ausdrücken um mich werfe und nur sachlich und pointiert schreibe. Die vereinte sozialistische Journaille kann mir gestohlen bleiben, was mich ärgert, ist der staatliche Propaganda-Sender SRF, den ich auch (mit)bezahlen muss, eklig.

  • Ronald Muller
  • 11.01.12 | 12:34 Uhr

@ Hofstetter
Fuer das, dass Sie hier täglich den verbalen Zweihänder auspacken, sind Sie ausgesprochen naiv. Jeder Leserbrief-Beitrag muss zuerst freigegeben werden. Auch hier. Genau da setzt auch meine Kritik an. Beinahe jede Zeitung hat ein Forum mit Nettiquette, aber diese wird immer wieder unterlaufen. Im gestrigen Club wurde über Ethik etc. in den Medien gesprochen, aber dieses Thema wurde komplett ausgeklammert. Ich weiss z. B. aus eigener Erfahurng, dass beim Tages Anzeiger (sicher eine Zeitung auf die Sie sich hier beziehen)eher Kritik an Rechts zugelasaen wird. Sehr willkürlich!

  • Andreas Hofstetter
  • 11.01.12 | 12:22 Uhr

Wer immer noch nicht gecheckt hat, dass Blocher und seine Truppe IMMER für die Hochfinanz stehen und sie unterstützen, der soll endlich erwachen! Sobald es wirklich ums grosse Geld geht, wie beim Insiderfall Swissfirst Matter oder um Geldwäscherei bei Holenweger dann pägget Blocher/Mörgeli aus allen Rohren!Wenn es darum geht, einen hoch-angesehenen und -integren Notenbanker abzuschiessen, weil der der Hochfinanz die Futtertröge verkleinert (höhere EK Vorschriften und Regulierung) und Schaden vom Steuerzahler abwendet, dann stehen die Wasserträger der Hochfinanz-SVP zuvorderst und applaudieren!

  • Andreas Hofstetter
  • 11.01.12 | 12:16 Uhr

„Am Tag des Rücktritts von Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand gab es aus Zuschauersicht einen Sieger: Roger Schawinski“

Die grosse Mehrheit sieht das so! ob das den Blocher=Köppel-Zombies passt oder nicht!

http://www.bluewin.ch/de/index.php/7,524709/SF_dank_Hildebrand_im_Quoten-Hoch/de/entertainment/tvundvideo/

  • Tom Fürst
  • 11.01.12 | 11:08 Uhr

@Hofstetter

„über 90% des VOLKES sehen das total anders!“ (Originalton Hofstetter)

So, so über 90 %. Das sind ja Prozentzahlen wie seinerseits bei pro forma Abstimmungen in der DDR. Dort war übrigens AgitProp auch sehr beliebt. Sehr aufschlussreich in Wikipedia nachzulesen.

Ich denke, über 50 % stehen diesmal auf der Seite von CB. Nur schreiben die weniger Leserbriefe, weil weniger frustriert. 🙂

Und mein nachträglicher guter Vorsatz für das neue Jahr: Nie mehr Hofstetter auf seine abstrusen Posts antworten, weil sinnlos, da nicht lernfähig.

  • Markus Kohler
  • 11.01.12 | 09:57 Uhr

@Christine:Treffend formuliert.Wie sich das „Blatt wenden kann.Alle gegen CB völlig sicher das er der Übeltäter ist,noch nicht mal wenn der Delinquent zurücktritt,wird die Realität gesehen.Bitter Bitter…

  • Andreas Hofstetter
  • 11.01.12 | 09:27 Uhr

Joos, Bless, Wäckerlin und Co. über 90% des VOLKES sehen das total anders! Wer die Leserbriefe der letzten Tage liest, der findet einen riesigen Konsens darüber, dass das VOLK genug hat von den Rachefeldzügen, Lügen, Gesetzesbruch des alten Widerlings! Wer sich mit diesen niedersten Instinkten indentifiziert und sie auch noch verteidigt und sich auch noch Schweizer nennt, der sollte dringendst wieder mal einen längeren Blick in den Spiegel werfen und sich ein paar ganz harte Fragen stellen!

  • Andreas Hofstetter
  • 11.01.12 | 09:17 Uhr

Ich würde den letzten Blocherzombies unbedingt empfehlen die Leserbriefe in den Tageszeitungen zu lesen! Da bin ich mit meiner Meinung in bester Gesellschaft. 90% finden den Rücktritt Hildebrands falsch und verurteilen die Rachehatz des alten Widerlings scharf und auch angewidert! In der von Blocher gesponserten Weltwoche ist noch das einzige Plätzchen für die unanständigen, selbstgerechten, doppelmoraligen Heuchler! Die fühlen sich offensichtlich wohl in Gesellschaft eines notorischen Lügners und widerlichen Strippenziehers.

  • Sergio Frei
  • 11.01.12 | 09:14 Uhr

irgenwer noch erinnerungen an holenweger? irgendwer? eben…! kaputt samt bank und arbeistplätze, die verantworlichen (meier-schatz und links/cvp) sind heute noch in amt und würden – bis hin bis swissair und corti alle wieder rehabilitiert und entschädigt. deshalb weiterhin : sch… auf stil und form (fdp-programm) fakten und ausgangslagen ist immer prioritär(er) wie abwegungen ob auch jeder bauchgepinselt und „wege“ eingehalten wurden(stocker sozialamt ZH)… – es ist zeit ein „after“ kapitel der demokratie aufzulegen, vor- und nachteile genau zu analisieren.

  • Franziska Keller
  • 11.01.12 | 09:03 Uhr

Der nach den Wahlen totgesagte Blocher hat sich diesmal durchgesetzt, dass hat von den Linken und der „neuen Mitte“ niemand erwartet.
Die Reaktionen sind aufschlussreich. Hasstiraden, Führersprüche, Stildebatten = Ablenkungsmanöver vom zentralen Problem = Verantwortungslosigkeit und beinahe unentwirrbare Verfilzungen unter Politik und Hochfinanz.
Es ist wohl einfacher sich parteipolitisch instrumentalisieren zu lassen und immer dieselben Abwehrmuster zu wiederholen, anstatt sich ums wesentliche zu kümmern: Generell: Aufdecken und aufräumen – statt zudecken und weiterwurschteln.

  • Tom Fürst
  • 11.01.12 | 08:47 Uhr

@Marco Bless

Dazu muss man noch wissen, dass Frau Girsberger die Biographie über EWS verfasst hat, natürlich eine Lobeshymne über „die Frau, die wagte ja zu sagen“. Dies sind die schlimmsten Heuchler, die Ethik nur auf andere anwenden. Aber ich denke, CB wird es verkraften, übrigens der Mann, der quasi im Alleingang die Schweiz vom Fehler EU bewahrt hat, daher kommt wohl auch der Hass der Europhilen.

  • Christine Joos
  • 11.01.12 | 06:49 Uhr

Viele sind gewillt, einen Amtsinhaber trotz Missständen anzuhimmeln und zu verteidigen. Gerade bei Hildebrand ist das zu erkennen: Obwohl die meisten gar nicht wissen, was er eigentlich tut oder leistet, erklären sie ihn als heilig, nur weil sie halbwissen, dass er irgendwie Einfluss auf die Hypozinsen hat und damit ihre Miete und irgendwie auch noch wichtig ist für die Welt.

Blocher hingegen beeindruckt mit Aufzeigen von Missständen und Mechanismen, die vielen bereits bewusst sind, aber selber nicht so klar formuliert werden könnten.

Schlimm, dass bei Vielen Schein vor Sein kommt.

  • Christine Joos
  • 11.01.12 | 06:32 Uhr

Nun, A. Hofstetter, das Loretta-Syndrom damals hat gegriffen, und Zensur wurde, wenn ich mich recht erinnere, auch von Ihnen gut geheissen. Ich heisse sie nach wie vor nicht gut. Item. An Ihrer Stelle würde ich etwas vorsichtiger sein mit Ihrem ewigen „Führer huldigen“, schlägt es doch auf Sie selber zurück. Insbesondere, da sie andernorts sehr geneigt schienen, sich mit Hildebrand selber einen aufzubauen. Man lese Ihre Worte dort nach.

  • Marco Bless
  • 11.01.12 | 02:55 Uhr

Aus dem gestrigen „Club“ kann man ohne Schwierigkeiten folgendes mitnehmen:
– Prof. Mäder und Frau Hirsberger sehen vor allem wieder die Form, den „Stil“ einmal mehr, der nicht ihren Anforderungen an einen „so verdienten Mann“ entsprach. Kleine Leute dürfen aber von Blick und co. fertiggemacht werden („Müll-Kosovare“) – da schreit kein Professor auf und kritisiert den Stil.
– Als Mörgeli die Angriffe auf unterstem Niveau gegen Blocher zur Sprache bringt, wird blöd (es gibt kein passenderes Wort) gelacht… „mir kommen die Tränen“ sagte Hirsberger.
Ja, Frau Hirsberger…. MIR bei Ihnen auch!!!

  • Michael Wäckerlin
  • 11.01.12 | 00:54 Uhr

Lesenswertes auf ZeroHedge:

http://www.zerohedge.com/news/guest-post-inside-job-snb

Der Schaden war längst angerichtet. Von der bundeseigenen Fälscherwerkstatt und ihrem Spitzenpersonal.

@ Hofstetter

Sind ihre Äusserungen hier als ihre liberale, demokratische, lösungsorientierte oder rechtsstaatliche Schokoladenseite zu deuten? Ihre Ortsbestimmung „Bananenrepublik“ (minus die Importbananen) ist allerdings zutreffend.

  • Marco Bless
  • 10.01.12 | 23:28 Uhr

@Wehrlin
Da haben Sie wohl Recht. Das Akzeptieren der Wahl der heiligen Eveline, die nur durch Lug, Betrug und Verrat ins Amt gekommen ist (und deren Drahtzieher sogar noch stolz darauf sind) hat eigentlich die Verlogenheit salonfähig gemacht. Sie dient als eine Art Gallionsfigur all derer, die es für „demokratisch“ und „anständig“ ansehen, Andersdenkende als gehirnlos, ungebildet. wertlos und devot zu bezeichnen, die Sachverhalte dreist ins Gegenteil zu verkehren und den eigenen Frust aus sicherer Deckung auszuleben.
Die 5%-Ministerin gehört aus dem BR befördert.

  • Moritz Engler
  • 10.01.12 | 22:25 Uhr

Nach dem gestrigen 10vor10-Nekrolog zum Tod des heiligen Königs Phillip H. während dem man ständig befürchten musste, die Schweizerin des Jahres und aktuelle Bundespräsidentin lasse gleich alle Fahnen auf Halbmast setzen und verkündige eine 3-wöchige Staatstrauer, hat sich die Tagesschaupropaganda heute wieder etwas gefangen und wenigstens Levrat und Schildknecht auftreten lassen.

  • Martina Suter
  • 10.01.12 | 21:27 Uhr

Oje, oje, auf welch tiefem Niveau ist die schweizerische Politik mit solchen Egoaktionen nur angekommen? Und da lässt sich sage und schreibe eine Weltwoche für solche schlecht recherchierten und teils gelogenen Aussagen gewinnen? Gewisse Personen können ihren Neid auf überragende Intelligenz und Brillianz von Menschen wie PH anscheinend nicht anderweitig kompensieren. Auch wenn PH’s Verhalten in dieser Sache im Graubereich zu finden ist, so hat die Schweiz wohl wichtigere Themen zu diskutieren und anzugehen. Und dafür wäre PH bei weitem der Beste gewesen für unser Land.

  • Andreas Hofstetter
  • 10.01.12 | 21:06 Uhr

Die Angst geht um auf der WW Redaktion! Plötzlich verschwinden zwei Editorials mit zuvielen kritischen Beiträgen einfach schwupps di wupps, reps. werden einfach gelöscht! Jetzt hat der Blocherknappe die Regie wieder übernommen und lässt nur noch den Blocher devoten Pöbel zu! Jede noch verbleibende Leserin/Leser muss beleidigt sein ab diesem kranken Affentheater!

  • Andreas Hofstetter
  • 10.01.12 | 21:01 Uhr

Dass Fanatismus die Urteilsfähigkeit benebelt, ist nichts neues. Volk mit totalitärer Gesinnung, die devot ihrem Führer huldigt, war schon immer das grösste Übel einer Demokratie und das ist bei uns nicht anders! Das Sündenregister Blochers ist mittlerweile um etliches länger als das Parteiprogramm der Blocherpartei und sicher länger als der sog. Vertrag mit den hirnlosen Anhängern. In jeder anständigen Demokratie, wäre Blocher längst im Gefängnis gelandet oder zumindest von jedem politischen Amt ausgeschlossen!Nur in der Bananenrepublik CH kann er notorisch weiterlügen, rachsüchtig rumsauen!

  • Franziska Keller
  • 10.01.12 | 19:36 Uhr

Herr Bless, ich wundere mich ebenfalls wie weit die Bereitschaft geht, das offensichtliche Fehlverhalten einer Führungsperson in so einer bedeutenden Stellung einfach zu negieren, nur weil das „alte Feindbild“ dieses aufgedeckt hat.
Ich kann mich des Gedankens nicht erwehren, dass vielleicht ca. zwanzig Jahre Hirnwäsche nun ihre krassen Folgen zeigen. CB und die WW handeln nicht uneigennützig. Aber in dieser Angelegenheit wohl richtig, auch dann wenn CB hier seinen persönlichen Rachefeldzug mit integriert. PH’s Handeln ist nicht entschuldbar, sowie das anderer in seinem Umfeld ebenfalls
nicht.

  • Georges Martinet
  • 10.01.12 | 19:03 Uhr

@ Yannick Buchter

Es ist nicht nur Ringier:

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/der-ruecktritt/Der-Bankrat-liess-Hildebrand-bereits-am-Samstag-fallen/story/15208296?dossier_id=1237?dossier_id=1237

S. auch erster Link unten, die Quelle ist die SNB selbst, welche den E-Mail-Verkehr zwischen Hildebrand und seinem Bankier publiziert hat. Dieser zeigt glasklar, dass Hildebrand gelogen hat, er hatte den Dollarkauf bereits vor der Entscheidung seiner Frau mit dem Bankier gesprochen. Als diese Info auftauchte, hat der Bankrat Hildebrand fallengelassen.

  • Jürg Wehrlin
  • 10.01.12 | 17:57 Uhr

@Ginevra Santana: Die heilige Eveline, welche das Ganze in die Presse brachte, trifft natürlich wieder einmal keine Schuld. Wenn selbst der linke Jositsch Blocher attestieren muss, absolut korrekt gehandelt zu haben, was wollen Sie dann noch mehr. Wann endlich wird klar, das die grösste Gefahr für die Schweiz Eveline Widme-Schlumpf heisst?

  • Yannick Buchter
  • 10.01.12 | 16:23 Uhr

Ebenfalls besten Dank für den Link an Herr Martinet.
Ich bin mir zwar noch nicht ganz sicher, ob ich alles glauben soll, was aus dem Hause Ringier kommt. Wenn es aber tatsächlich so ist, dann hat der Bankrat seit Jahren das erste mal etwas fast richtig gemacht. Ganz richtig gewesen wäre, auch jetzt soldarisch zu sein und Herr Hildebrand zu begleiten. Es kann ja nicht sein, dass der höchste Beamte der Schweiz (oder sein näheres Umfeld –> eigentlich egal)solche Dinge treiben darf. Der Bankrat hat die Aufagabe einer Aufsichtsinstitution, nicht etwa die eines Fanclubs.

  • Marco Bless
  • 10.01.12 | 14:31 Uhr

Melodramatisch….. das ist der passende Ausdruck für die Krokodilstränen, die die halbe Schweiz für einen Ex-Notenbankchef vergiesst, als hätten sie ihn persönlich gut gekannt, als wäre er ein Nationalheld, als wäre gerade ein Winkelried der Freiheit zu Grabe getragen worden.
Es ist bedenklich, dass ein beträchtlicher Anteil dieser Bevölkerung die Realität völlig aus den Augen verloren hat und in blinder Eifersucht auf ihre politischen Gegner eindreschen. Hildebrand hätte auch Gadhafi heissen können, die Reaktionen wären dieselben gewesen. Im Grundsatz gegen die SVP. Das ist hirnkrank.

  • Franziska Keller
  • 10.01.12 | 13:51 Uhr

Danke für den Link, Herr Martinet.
Wenn der gesamte Bankrat Hildebrand bei, weiterer Weigerung den Hut zu nehmen, mit dem geschlossenen Rücktritt gedroht hat (= Riesenskandal!), dann muss schon extrem viel Druck in dieser Affäre unter dem Deckel gehalten werden. Solche extremen Reaktionen sind in unserem Land doch eher unüblich!
Frühlingsputz?

  • Ginevra Santana
  • 10.01.12 | 12:34 Uhr

Nach Herrn Lai’s Auftritt im Schweizer Fernsehen „… i saich ma id Hose …“ kann man nur noch sagen: Die Besten gehen und die Freunde des schlechten Geschmacks bleiben! Herr Hildebrand hat Grösse gezeigt und die Heuchler auf die letzten Plätze verwiesen.

Eine hoffentlich baldige Untersuchung wird die Denunzianten, „Berater“, „Freunde“, und „Journalisten“ ans Licht der Öffentlichkeit zerren. In dieser Angelegenheit ist noch längst nicht das letzte wahre Wort gesprochen.Herrn Lai werde ich schon mal auf meine persönliche Liste der unseriösen Anwälte und Politiker setzen – unterstes Niveau!

  • Ulrich Schwendener
  • 10.01.12 | 11:51 Uhr

@Hofstetter: Ihr pathologischer Hass gegen Blocher/SVP vernebelt klar Ihre Urteilsfähigkeit. Jeden Tag posten Sie hier neue Hasstiraden und Behauptungen die am nächsten Tag widerlegt sind. So kann man heute lesen, dass es nicht der makellose Charakter und die Integrität von PH war die ihm zum Rücktritt drängten. Es war schlicht der Bankrat der ihn dazu gezwungen hat. Anscheinend waren die Machenschaften von PH schlussendlich sogar dem Bankrat zuviel. Die WW ist einmal mehr das einzige Presseorgan in der Schweiz das echten Journalismus betreibt. Danke Herr Köppel

  • Georges Martinet
  • 10.01.12 | 10:12 Uhr

Jetzt kommt langsam alles ans Licht:

http://www.blick.ch/news/schweiz/bankrat-zwang-hildebrand-zum-ruecktritt-191593

Noch einmal: Ein riesiges Lob an die mutigen Whistleblowers, ohne die alles verschwiegen geblieben wäre!

  • Hans Müller
  • 10.01.12 | 09:24 Uhr

Nach dem die Weltwoche zusammen mit den Hütern der Moral der SVP den Gauner Hildebrand weggeputzt hat, hoffe ich, dass der Kreuzzug gegen die Unmoral in Politik und Verwaltung unerschrocken weitergeführt wird. Als erstes wäre da Herr Zuppiger, gegen welchen ein Strafverfahren wegen Veruntreuung läuft, der aber immer noch im NR sitzt. Dann Herr Stamm, ebenfalls amtierender NR, der eine Haushalthilfe gratis arbeiten lässt. Und last but not least NR Blocher, der jahrelang mit Ebner rücksichtslose Spekulationsgeschäfte durchgezogen hat, ohne Rücksicht auf Verluste. An die Arbeit, Herr Köppel!

  • Franziska Keller
  • 10.01.12 | 08:41 Uhr

Es gibt naive Menschen denen das wirklich beeindruckende Auftreten von PH genügt, um ihn von aller (auch moralischer)Schuld freizusprechen.
Dann gibt es noch die, welche sogar einem „Klassenfeind“ in der Position von PH, der mit ein paar Tf’s ein paar Hundertausender verdient (bestimmt nicht nur einmal!) und sich dabei offensichtlich Gravierendes zu Schulden kommen lässt, fast alles verzeihen! Während dem sie dem anderen Grossverdiener seit ewigen Zeiten vorwerfen, dass er dasselbe tut – ach was: sie werfen ihm vor das er nur schon atmet!
Billiges Parteiengezänk an der Sache vorbei, wie immer

  • Hanspeter Buehler
  • 10.01.12 | 06:12 Uhr

Die SVP hat sachlich recht, ist aber wie so oft zu unsensibel vorgegangen. Anstatt die naive Währungstransaktion von Frau H. über eine unverfänglichere Schaltstelle an den Bundesrat zu lenken sind jetzt vor allem die Frauen die den hervorragend auftretenden Hildebrand lieben wieder auf Konfrontationskurs mit der SVP. Die Zuschauertelefonate gestern bei TeleZüri waren entsprechend. Nicht der Verursacher der Causa wird von solchen verblendeten einfachen Geistern verdammt, nein man gibt der SVP, der WeWo und wie immer Blocher die Schuld. Blocher hat recht mit seiner Kritik an den Kontrollorganen.

  • Renato Neidhart
  • 10.01.12 | 00:52 Uhr

Man muss sich nur mal die Meinungen in den verschiedenen Foren zu Gemüte führen (NZZ, Tagi, Bluewin usw.) So etwas von Hass auf SVP bzw. Blocher ist ja schon krankhaft. Es sind ja keine Tatsachen, die da berichtet werden. Es sind Behauptungen, Vermutungen, Verleumdungen, Verdrehungen, Lügen und ähnliches.

Da fragt man sich schon, was die Leute dazu treibt, ihren krankhaften Hass derart primitiv zu formulieren und kundzutun.

Das ist nun die Folge der jahrelangen, medialen Verleumdungsschlacht der Medien gegen die SVP.

Und solche Leute werfen der SVP „Hetze“ vor.

Komische Welt !

  • Georges Martinet
  • 10.01.12 | 00:14 Uhr

Hildebrand hat gelogen, die Aufsichtsbehörden (Bundesrat, Bankrat) haben alles zugedeckt. Bravo KR Lei, bravo NR Blocher, bravo SVP, bravo WW.

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2012/01/09/Schweiz/Mails-zu-Dollarkauf-bringen-Hildebrand-in-Erklaerungsnotstand

  • Martin Brütsch
  • 09.01.12 | 23:54 Uhr

Ich habe vor mir die Aborechnung für ein weiteres Jahr ab 27. Januar – Abonnent bin ich seit 28 J.! Die Hildebrand-Hetze hat die vielen Schlammschlachten der letzten Monate/Jahre noch unterboten und ich mag nicht mehr – Verehrter Herr Köppel, verehrte Redaktoren: Ich wünsche mir in den kommenden drei Ausgaben eine ältere Version der Weltwoche zurück, mit weitblickenden und sauber recherchierten, gescheiten Artikeln, ohne unkontrollierte Tellerwürfe – passiert dies nicht, dann war es das und ich verzichte in Zukunft auf dieses immer mehr zum Revolverblatt mutierte Druckerzeugnis!

  • Christine Joos
  • 09.01.12 | 21:13 Uhr

Rücktritt P. Hildebrands und eine Reaktion darauf:

„Der einzige Mann mit imeccablem Charakter, Rückgrat und Persönlichkeit!“
„Ein Mann von solcher Intelligenz, Integrität und Charisma…!“
„Ein enormer Verlust für unser Land!“
„Die Mehrheit ist ausser sich {…} sehr lange Zeit hassen und meiden!!!“

Wow! Da hat jemand seinen Herrgott gefunden.

Da bleibe ich wie immer bei meiner schlichten, ernsten Feststellung:“Ch. Blocher hätte nie als Bundesrat abgewählt werden dürfen“.

  • Andreas Hofstetter
  • 09.01.12 | 21:07 Uhr

Das bedenklichste am heutigen Tag ist, nach dem Erfolg des kriminellen Politcoups der SVP, der Verlust der Unabhängigkeit der SNB und va. der Geldpolitik! Der widerliche alles Besserwisser Blocher – obschon NULL Ahnung von Geld- und Währungspoltik – hat nun seinen Fuss in die Tür der SNB gestellt und das gravierendste die Geldpolitik zum populistischen JeKaMi Thema degradiert! Das ist verheerend und es ist zu hoffen, dass das Parlament zur Vernunft kommt und die Gewaltentrennung nicht einmal mehr rizt. Wer nicht begreift, was die Unabhängigkeit der SNB wert ist, der hat keine Ahnung!

  • Marco Bless
  • 09.01.12 | 20:39 Uhr

@Hofstetter
Zitat: „Die Mehrheit (…) wird Blocher und seine Wasserträger (…) auf lange Zeit hassen (..)“
Frage: Ist das dieselbe Mehrheit, die der SVP immer vorgeworfen hat, mit „Hass“ anstatt „lösungsorientiert“ zu politisieren?
Antwort: Besser hätte es diese Mehrheit gar nicht demonstrieren können, als in den letzten Tagen, aus welchem Holz sie wirklich geschnitzt sind.

Ja, es ist nun schon die x-te Schlammschlacht gegen Blocher, die aufgelaufen ist. Wenn sich daraus nun Hass bei diesen Dreckwerfern entwickelt, so ist das die Konsequenz daraus, Politik aus blinder Verachtung zu machen.

  • Kurt Stauffer
  • 09.01.12 | 17:53 Uhr

Im Gegensatz zu allen Mainstreammedien, Mitte-Links-Politikern und Staatsfernsehen lag die Weltwoche wieder als einzige 100% richtig. Es ist beschämend, was sich der TagesAnzeiger und die NZZ mit ihren Vernebelungs- und Ablenkungsversuchen geleistet hat. Ich würde mich schämen, wenn ich in einer dieser Schmalspurredaktionen sitzen müsste und Berichte der Vorhechler mit ausgeschaltetem Hirn aufs Papier bringen müsste. Mit dem Rücktritt von Herrn Hildebrand ist es noch nicht getan. Auch die Rolle von Frau Widmer-Schlumpf und die des Bankrates gehören genauer durchleuchtet. Es stinkt zum Himmel!

  • Boris Kerzenmacher
  • 09.01.12 | 16:11 Uhr

Echte Whistleblower sind Menschen die uneigennütz Straftaten aufdecken und veröffentlichen, sich für andere einsetzen die Opfer schwerkrimineller Straftaten wurden aber keine Möglichkeit haben sich dagegen zu wehren. Richtige Whistleblower brauchen sich keine Unterlagen/Dokumente zu erschleichen oder gar zu stehlen. Echte, zivilkouragierte Whistleblower, nehmen auch hunderttausende Franken Kosten und Arbeitsplatzverlust in Kauf um Straftatenopfer vor anhaltenden Verleumdungen, Drohungen und Beschimpfungen übelster Art zu schützen.

  • Tom Fürst
  • 09.01.12 | 15:56 Uhr

@Andreas Hofstetter

Sie wollen die Wirklichkeit nicht mehr sehen, völlig gefangen im Filz oder Ihrer SVP-Fixierung. Glauben Sie mir, wenn EWS Hildebrand hätte halten können, hätte Sie es getan …

  • Andreas Hofstetter
  • 09.01.12 | 14:57 Uhr

Hildebrand zurückgetreten! Der einzige Mann mit imeccablem Charakter, Rückgrat und Persönlichkeit! Ich habe das vermutet, weil das Mass an Zumutbarem für ihn und seine Familie längst überlaufen ist! Ein Mann von solcher Intelligenz, Integrität und Charisma hat es nicht nötig sich von den Schweizer Bünzlis und der SVP Mafia um Blocher derart demütigen zu lassen! Chapeau Herr Hildebrand! Der beste Notenbanker seit Fritz Leutwyler!! Ein enormer Verlust für unser Land! Die Mehrheit ist ausser sich und wird Blocher und seine Wasserträger inkl. der Weltwoche auf sehr lange Zeit hassen und meiden!!!

  • Peter Wolff
  • 09.01.12 | 14:16 Uhr

Der Fall wird immer kafkaöser:

1. Der IT-Informant schreibt aus geschlossener Anstalt; nach Gehirnwäsche oder nur „gewöhnlicher“ Einschüchterung?

2. Der Kundenberater versucht sich (und Kollegen) zu retten:

http://www.blick.ch/news/schweiz/kashya-gab-auftrag-muendlich-in-der-gallerie-191542

Schlau: weder beweis- noch widerlegbar – oder doch?

„Zeugen“ werden Hildebrand und/oder die Bank Sarasin sicher leicht finden; sie brauchen ja nur z.B. „falsche“ SVP-ler anzufragen; hoffe auf ein Dankeschön für den Gratistipp.

Darum: _Alle_ Telephongespräche dieser Tage sind nun wichtiger denn je!

  • Hans Müller
  • 09.01.12 | 13:50 Uhr

Die Geschichten von Lei und Engeler, dass Herr Hildebrand die Transaktion selber in Auftrag gegeben haben soll, entpuppen sich immer mehr als Lügen und Halbwahrheiten. Herr Köppel und Herr Engeler, für verantwortungsvolle Journalisten wäre es jetzt endlich an der Zeit, gewisse Artikel zu berichtigen und sich dafür zu entschuldigen. Und das nächste mal dann bitte wieder etwas professioneller arbeiten.

  • George Lips
  • 09.01.12 | 12:18 Uhr

Die haben völlig richtig gehandelt. Schliesslich ist der BR zuständig für die SNB, nicht irgendein Staatsanwalt, der vielleicht noch zum eidg. Filz gehört.Nachdem der BR weich reagiert, setzt er automatisch den bislang mehr oder weniger intakten Ruf seiner Funktion mitsamt desjenigen der Schweiz herab.Nicht was die hiesigen mainstream Medien berichten, ist relevant, sondern was FT, WSJ,LesEchos und Telegraph berichten. Der Witz bei der Affäre ist ja noch, dass der Hildebrand nächstens 10 Mia. Gewinn auf Gold berichten kann, verursacht durch die Frankenabwertung! CHFr. als Safe haven adee!

  • Andreas Hofstetter
  • 09.01.12 | 11:03 Uhr

Das Ziel war der politische Coup – das ist doch die Wahrheit! Jetzt sind schon 4 SVPler involviert und wer da immer noch Zeugs säuselt wie „wir wollten Schaden verhindern“, der lügt ganz einfach. Die Eiferer und Grössenwahnsinnigen wollten Hildebrand köpfen – mit allen Mitteln, auch illegalen!! soweit ist die SVP gesunken und Blocher wird zu einem Risiko für unseren Staat und unsere Institutionen und muss zurücktreten! Seine Immunität wird bei einer Anzeige eh aufgehoben und eine Verurteilung wegen Datenhehlerei ist wahrscheinlich. Dann kann er grad mit Zuppiger zusammen zurücktreten!

  • Hanspeter Buehler
  • 09.01.12 | 08:50 Uhr

Dass die Transaktion auf dem Konto des NB-Chefs ethisch verwerflich war, wird wohl jeder vernünftig denkende Mensch einsehen. Dass solche Dinge von den Verantwortlichen (NB und Exekutive – hier also Widmer-Schlumpf) lieber unter Verschluss gehalten worden wären liegt auf der Hand. Ich finde, dass die SVP kein gutes Fungerspitzengefühl hat für solche Fälle, zu wenig schlau und intrigant ist um eine solche delikate Causa zu behandeln. Leider ist es so, dass jeder der Persönlichkeiten die bei Fehlverhalten von SVP-Nahen „ertappt“ worden sind von allen Seiten reflexartig den Persilschein erhalten.

  • Franziska Keller
  • 09.01.12 | 07:51 Uhr

Mich beschäftigt der angebliche Selbstmordversuch des Informanten und dessen sofortige Internierung in die Psychiatrie. Das ging mir ein bisschen zu schnell und zu glatt vor sich.
Der Mann hat somit keine Gelegenheit mehr sich „ungefiltert“ zu äussern, nicht wahr?
Vermutlich wäre er in dem ganzen Krimi der Einzige der mehr oder weniger uneigennützig gehandelt hat. Allerdings ohne anscheinend eine Ahnung davon gehabt zu haben mit welcher Grössenordnung er sich da einlässt. SNB/BR/PWC (BR steht auch für Bankrat) scheinen stark miteinander „verflochten“ zu sein.
Gerechtigkeit ????

  • hans-rudolf schneider
  • 09.01.12 | 06:40 Uhr

Herr Lei, ihre Aussage: Jener Datendieb hat rein gar nichts aufgedeckt, was nach geltendem Recht in der Schweiz illegal oder unzulässig wäre, sein Beweggrund war, möglichst viel Geld zu verdienen, und er hat dem Finanzplatz enormen Schaden zugefügt. Das ist verwerflich. Beim Fall Hildebrand liegen die Dinge völlig anders.
Kann ich nur zustimmen, was ihr gemacht habt ist genau so verwerflich. Die Frage sei erlaubt, wie viel Geld habt ihr dem IT-Mitarbeiter gegeben? Surft ein IT-MA einfach so in den Kontodaten der Kunden (ohne klaren Auftrag) wohl kaum, der wusste was tun musste.

  • Armin Müller
  • 08.01.12 | 20:37 Uhr

Hildebrand kann seine Version anscheinend mit E-Mail-Verkehr belegen. Dies sollte noch genau geprüft werden, ich gehe aber davon aus, dass dies stimmt.
Herr Lei hat an anderer Stelle erklärt, seinen E-Mail-Verkehr mit R.T. vernichtet zu haben. Dies riecht nach Vertuschung (einer Straftat, einer Intrige etc.).
Ohne weitere Belege ist der Weltwoche-Informant Lei unglaubwürdig.

  • Ferenc Kavka
  • 08.01.12 | 15:21 Uhr

„Ein Extremist bin ich also sicher nicht.“

natuerlich nicht, wer ist unter extremisten schon ein extremist. herr lei wuensche ich warme socken zu seinen kalten fuessen. die wird er naemlich/hoffentlich brauchen!

  • Peter Wolff
  • 08.01.12 | 12:56 Uhr

Kurz:

War der ganze E-Briefwechsel – auch vom Folgetag! – nur ein vorsorgliches Vertuschungsmanöver, nachdem der „liebe“ Kundenberater Felix das Ehepaar Hildebrand recht unsanft aufgeschreckt hatte?

Ansonsten: Einen so wichtigen Artikel sollte man mindestens zweimal durchlesen, bevor man ihn veröffentlicht; für meine Begriffe enthält er klar zu viele Druckfehler.

  • Peter Wolff
  • 08.01.12 | 12:53 Uhr

„Dieser Mann arbeitete im IT-Bereich der Bank, doch er stand in Kontakt mit dem Kundenberater, der Hildebrand betreute. Nach der Darstellung des Kundenberaters hatte dieser Hildebrand darauf hingewiesen, dass er die fragliche Dollar-Transaktion der Compliance-Abteilung melden müsse.“

Das ist glaubwürdig: Nun war Hildebrand gewarnt; Frau hilft mit E-Brief; sie spricht von „wir“, nicht von „ich“, weil alles mit Mann abgesprochen war und/oder um Kundenberater nicht noch mehr zu verwirren. Wer hat zuvor telephoniert? Er, sie oder beide, wann, in welcher Reihenfolge und worüber?

Zum Thema, auch aus der Weltwoche, Whistleblower

Ehrenhafte Verräter

Sarasin-Informatiker Reto T., der Philipp Hildebrand zu Fall brachte, ist ein klassischer Whistleblower. Aus strafrechtlicher Sicht ist nicht das Resultat entscheidend, sondern die Verhältnismässigkeit und das Motiv des Geheimnisverrats. Echte Whistleblower sind naturgemäss umstritten.

Von Alex Baur

Er ist bislang der Einzige, der von den Strafverfolgern in die Mangel genommen wurde: der kleine Informatiker Reto T. von der Bank ­Sarasin, der den grossen Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand durch eine Indiskretion zu Fall brachte. Und schon ist eine hitzige Debatte im Gang. Hat der Mann sein Berufsgeheimnis schändlich verraten? Ist er ein Idealist, der mit Zivilcourage das Gesetz gebrochen hat, um ein noch grösseres Unrecht zu verhindern? Waren seine Beweggründe eher parteipolitischer denn altruistischer ­Natur? War er gar ein nützlicher Idiot?

Wie die Erfahrung zeigt, sind derartige Kontroversen geradezu typisch für einen Fall von Whistleblowing. Es liegt in der Natur der Sache. Geheimnisverräter kommen immer dann zum Zug, wenn in einem System die regulären Kontrollen versagen, die checks and balances. Das ist klassischerweise dann der Fall, wenn ­eine verfilzte Machtelite nicht mehr willens oder in der Lage ist, aus eigener Kraft ihre ­Regeln und Gesetze durchzusetzen (was die ­jeweiligen Machthaber verständlicherweise vehement bestreiten). Allerdings kann auch nicht jeder Querulant die Würde des Whistle­blowers für sich in Anspruch nehmen. Sonst würden Chaos und Willkür herrschen.

Der Whistleblower ist per Definition ein Kantengänger zwischen Recht und Unrecht. Deshalb lässt er sich auch schlecht in Gesetzesparagrafen zwängen. Wenn der Rechtsapparat reibungslos funktioniert, braucht es keine Whistleblower. Die Strafrechtler haben deshalb eine Formel entwickelt, die in solchen Fällen theoretisch zur Anwendung kommt: den «übergesetzlichen Rechtfertigungsgrund». Nur ist in der realen helvetischen Praxis diese Variante bislang graue Theorie geblieben. Es ist kein namhafter Whistleblower-Fall bekannt, in dem sie Anwendung gefunden hätte.

«Meier 19», verfemt und rehabilitiert

Kurt Meier, geboren 1925 in Schöfflisdorf, ist der Vater des Whistleblowertums in der Schweiz. 1967 erlangte er als «Detektivwachtmeister Meier 19» nationale Berühmtheit. Kurt Meier hatte diversen Medien, unter anderem dem damals noch nicht SP-nahen Blick, Dokumente zugespielt, die nahelegten, dass in der Stadt Zürich wohlhabende und einflussreiche Persönlichkeiten systematisch von Verkehrs­bussen verschont wurden (nie belegen konnte «Meier 19» dagegen Anschuldigungen gegen Kripo-Chef Walter Hubatka, den er des Diebstahls von Lohntüten verdächtigte). Wegen Amts­geheimnisverletzung wurde Meier entlassen und schliesslich zu einer Busse verurteilt.

«Meier 19» war eine Galionsfigur der Studenten, die 1968 gegen das herrschende bürgerliche Establishment an der Limmat auf die Strasse gingen. Drei Jahrzehnte später sassen die einstigen Rebellen selber an den Hebeln der Macht. 1998 rehabilitierte der – nun rot-grün dominierte – Zürcher Stadtrat Kurt Meier offiziell mit einem Schmerzensgeld von 50 000 Franken. Rechtlich blieb der Schuldspruch ­gegen «Meier 19» allerdings bestehen, den das Bundesgericht im Mai 1968 bestätigt hatte.

Zopfi/Wyler, 43 Jahre nach «Meier 19»

Kurz vor Weihnachten 2011 verurteilte das Bundesgericht die ehemaligen Controllerinnen Margrit Zopfi und Esther Wyler, weil sie mit Dokumenten auf die grassierende Misswirtschaft im Zürcher Sozialdepartement aufmerksam gemacht und dabei das Amtsgeheimnis verletzt hatten. Das Bundesgericht berief sich dabei explizit auf das Urteil gegen Kurt Meier, das es 43 Jahre zuvor gefällt hatte. Tatsächlich weisen die Fälle eine frappante Analogie auf. Und es ist mehr als eine Ironie der Geschichte, dass dieselben Stadträte, die «Meier 19» rehabilitiert hatten, ein knallhartes Vorgehen ­gegen Zopfi und Wyler forderten.

In beiden Fällen war die Amtsgeheimnisverletzung unbestritten. In beiden Fällen ging es den Angeschuldigten um das Aufdecken systembedingter Missstände in der städtischen Verwaltung, die im Graubereich der Illegalität (Amtsmissbrauch, Begünstigung etc.) lagen. Ein eigennütziges Motiv wurde ihnen von ­keiner Seite unterstellt, jedenfalls nicht offiziell. In beiden Fällen machten die Whistle­blower geltend, sie hätten den Gang an die ­Öffentlichkeit gewagt, weil ihnen ein verfilzter und übermächtiger Staatsapparat keine ­andere Wahl liess. Und in beiden Fällen wies der Staatsapparat diesen Vorwurf mit Entrüstung zurück und verurteilte die Geheimnisverräter.

Immerhin zeigen die Fälle «Meier 19» und Zopfi/Wyler, dass das Whistleblowing in unserem Strafrecht sehr wohl vorgesehen ist. Die Sache ist sogar relativ einfach. Aber eben nur in der Theorie. Entscheidend sind das Motiv und die Verhältnismässigkeit. Das heisst: Der Geheimnisverräter muss aus achtenswerten und uneigennützigen Beweggründen handeln, wobei die Rechtsverletzung nicht gravierender sein darf als das Unrecht, das damit bekämpft wird. Zudem muss eine Notstands­situation vorliegen, die voraussetzt, dass der Angeschuldigte keine legale Alternative hat. Das Prinzip lässt sich anhand von Tötungs­delikten drastisch illustrieren. Wer einen Menschen aus Habgier erschiesst, muss mit ­einer lebenslänglichen Gefängnisstrafe wegen Mordes rechnen; schiesst der Täter jedoch in einer Notwehrsituation, geht er straflos aus.

Meili, der eingebildete Whistleblower

Aus strafrechtlicher Sicht ist der sogenannte Erfolg nebensächlich. Mit anderen Worten: Selbst wenn der Geheimnisverräter irrtümlich von einem Missstand ausgeht, der sich im Zuge der Untersuchung als Missverständnis entpuppt, geht er straflos aus, sofern er glaubhaft darlegen kann, dass er in guten Treuen handelte. Ein Beispiel dafür lieferte der Fall Meili.Der famose Wachtmann Christoph Meili liess 1997 aus dem Schredderraum der Bankgesellschaft einen ganzen Stapel vermeintlicher ­Holocaust-Dokumente mitlaufen, um sie einer Journalistin zu übergeben. Bald stellte sich ­heraus, dass die gestohlenen Akten lange vor der Machtergreifung der Nazis 1933 erstellt wurden und belanglos waren. Mit der Judenverfolgung hatten sie nichts, aber auch gar nichts zu tun. Trotzdem wurde Meili für den Bankdatendiebstahl nie strafrechtlich belangt.

Christoph Meili wird, unter anderem auch auf Wikipedia, gleichwohl bis heute als Whistleblower gefeiert. Der Fall weist damit eine Problematik auf, die typisch ist für viele Whistle­blower: Meilis Motive, die nie genau untersucht wurden, waren alles andere als klar. In einer frühen Einvernahme hatte er offen eingeräumt, dass er im Schredderraum nach beliebigem Material gesucht hatte, das der Bank schaden könnte. Anfänglich habe er eher an Geschäfte mit Südafrika gedacht.

Tatsache ist, dass die Bank dem Wachmann, der über eine externe Firma angestellt war, ­bereits vor dem Datenklau aus ganz anderen Gründen gekündigt hatte. Doch der öffent­liche Druck aus den USA gegen die Schweizer Banken war derart gross, dass der zuständige Zürcher Bezirksanwalt, nach einer diskreten Intervention des damaligen Bundesrates ­Moritz Leuenberger (SP) über den Zürcher ­Justizdirektor Markus Notter (SP), das Ver­fahren gegen Christoph Meili mit einer formalistischen Begründung einstellte.

Völlig klar ist die Sache, zumindest aus strafrechtlicher Sicht, im Fall von Heinrich Kieber, der CDs mit geheimen Bankkundendaten aus Liechtenstein für 4,6 Millionen Euro an den deutschen Nachrichtendienst verkaufte. Kieber machte nie einen Hehl aus seinen Beweggründen – Habgier und Ranküne –, und er machte auch nie übergesetzliche Rechtfertigungsgründe geltend. Die Motivlage schliesst solche a priori aus, gleichgültig, ob man die aufgrund der Daten in Deutschland aufgedeckten Steuerhinterziehungen billigt oder nicht. Abgesehen davon hatten die betroffenen Bankkunden ihre Vermögenswerte nach dem geltenden liechtensteinischen Recht und den internationalen Gepflogenheiten absolut legal in steuerbefreite Stiftungen angelegt.

Rudolf Elmer, Dieb und Erpresser

Ähnlich liegen die Fakten bei Rudolf Elmer. Der ehemalige Mitarbeiter der Bank Julius Bär hatte auf den Cayman Islands vermeintlich brisante Kundendaten geklaut, mit denen er seinen (ehemaligen) Arbeitgeber zu erpressen versuchte. Elmer fühlte sich von der Bank schlecht behandelt, bei einer Beförderung wurde er übergangen. Nachdem sich die Bank nicht erpressen liess, verschickte Elmer die Bankdaten an diverse Redaktionen und übergab sie schliesslich Wikileaks. Bislang hat freilich kein Journalist die Informationen verwertet, was darauf hinweist, dass sie nicht von öffentlicher Brisanz sind.

Gleichwohl hat Elmer in linken Kreisen, die grundsätzlich wenig vom Bankgeheimnis halten, den Status eines Whistleblowers. Hier zeigt sich eine Problematik, die auch im Fall Hildebrand zum Tragen kommt: Es ist immer auch eine Frage der politischen Einstellung, ob man den Tippgeber verdammt oder feiert. Womit wir wieder bei der eingangs aufgeworfenen Frage wären: Ist Reto T. ein Held oder ein Verräter?

Reto T. suchte den richtigen Weg

Aufgrund der bekannten Fakten ist davon auszugehen, dass Reto T. aus uneigennützigen Motiven handelte. Philipp Hildebrand selber liess ein gewisses Verständnis für den ehemaligen IT-Mitarbeiter der Bank Sarasin durchblicken. Allein schon aus den ihm vorliegenden Kontoauszügen musste Reto T. den Schluss ziehen, dass der oberste Währungshüter der Schweiz privat mit Devisen und Wertschriften spekulierte. Was nach Hildebrands Rücktritt bekannt wurde, erhärtet seinen Verdacht.

Der Sarasin-Mitarbeiter wandte sich mit seinem ungeheuerlichen Verdacht nicht direkt an die Öffentlichkeit. Er leitete die Fakten und Informationen vielmehr an den Bundesrat weiter, die höchste Instanz über der Nationalbank und damit die richtige Adresse. Offenkundig hatten die internen Kontrollen bei beiden Banken versagt. Man kann sich fragen, ob der Weg über die SVP-Exponenten, Rechts­anwalt Hermann Lei und Christoph Blocher, politisch klug war. Entscheidend ist, dass ­beide Mittelsmänner das Geheimnis wahrten – zumindest bis zum 23. Dezember 2011.

Der 23. Dezember 2011 ist der Dreh- und Angelpunkt des ganzen Falles – denn erst ab diesem Tag fassten Reto T. und Hermann Lei den Gang an die Öffentlichkeit ins Auge. Den Anlass gab ein irreführendes Communiqué des Bankrates, das mehr verschleiert als geklärt hat und aus dem man schliessen musste, dass die Affäre Hildebrand unter den Teppich gewischt werden sollte. Ob und inwieweit der Gang an die Öffentlichkeit zwischen Reto T. und dem Anwalt Lei abgesprochen war, ist umstritten und Gegenstand einer Strafermittlung, deren Ausgang nicht vorweggenommen werden soll. Nach allem, was bislang bekannt wurde, gibt es allerdings keine konkreten Hinweise auf unlautere Motive, weder bei Reto T. noch bei Anwalt Lei. Wir haben es demnach mit einem geradezu lehrbuchmässigen Fall von Whistleblowing zu tun.

(Quelle http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2012-02/ehrenhafte-verraeter-die-weltwoche-ausgabe-022012.html)

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