SNB Präsident Philippe Hildebrand tritt zurück 9.01.2012

Wie am 5.01.2012 vermutet, tritt Philipp Hildebrand mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück.

Normalerweise müsste einem Angeschuldigten die Schuld nachgewiesen werden. In dieser Position, ist uam. das Interesse des Landes Schweiz höher zu werten. Philippe Hildebrand sagte dazu auch:

«Wenn ein Zentralbanker das Gefühl hat, nicht mehr glaubwürdig zu sein, dann muss er eigentlich genau das tun, was ich heute hier tue», sonst gehe man mit einem Handicap in diesen ohnehin schon schwierigen Job.

Da Hildebrand sich für mehr Eigenkapital der Banken für eine neue „to big to fail“ Regel einsetzte, hatte er nicht nur Freunde in Bankenkreisen.

  • Pressekonferenez am 9. Januar 2012:

  • 15.57 Uhr Ob sein Rücktritt der richtige Entscheid sei, werde sich zeigen. Der Schritt sei ihm nicht leicht gefallen: «Ich habe dieses Amt geliebt.»
  • 15.54 Uhr Rechtliche Schritte gegen jene Leute, die die Affäre losgetreten haben, schliesst Hildebrand nicht aus. Priorität habe für ihn nun aber erst einmal die Familie – es sei eine sehr harte Zeit gewesen.
  • 15.52 Uhr «Wenn ein Zentralbanker das Gefühl hat, nicht mehr glaubwürdig zu sein, dann muss er eigentlich genau das tun, was ich heute hier tue», sagt Hildebrand noch einmal. Sonst gehe man mit einem Handicap in diesen ohnehin schon schwierigen Job.
  • 15.48 Uhr Zu allfälligen politischen Motivationen in der Affäre, insbesondere innerhalb der SVP, will sich Hildebrand nicht direkt äussern. «Das ist Sache der Journalisten.»Indirekt lässt er aber durchblicken, wie er die Situation einschätzt. Ein Freund habe ihm eine Email gesendet, in der er den einstigen US-Präsidenten Woodrow Wilson zitierte: «Wenn du dir Feinde machen willst, dann verändere die Dinge.» Ein Seitenhieb gegen seine Ex-Kollegen in der Bankenbranche, denen er als vehementer Befürworter strengerer Regulierungen das Leben schwer machte.
  • 15.47 Uhr Drei neue Elemente führt Hildebrand noch an, die ihn entlasten sollen. Darunter die Email, die er an seinen Kundenberater bei der Bank Sarasin geschickt habe, nachdem er von der Transaktion seiner Frau erfahren habe. Hildebrand wies den Banker darin an, solche Transaktionen nur noch mit seiner Bestätigung auszuführen.
  • 15.42 Uhr Noch einmal erklärt Hildebrand: Er sei unschuldig – doch er könne es nicht abschliessend beweisen.Noch am Donnerstag erklärte Hildebrand, er denke nicht an einen Rücktritt. Er habe Zeit gebraucht, um nachzudenken. Er habe realisiert, dass auch durch die Medienkonferenz von Ende letzter Woche sich der Verdacht nicht ausräumen lasse.
  • 15.38 Uhr Auf die Frage eines Journalisten bestätigt Hildebrand, dass er auch von seinen internationalen Mandaten (wie dem Sitz im Financial Stability Board) zurücktrete. Diese seinen mit dem Amt als SNB-Chef verknüpft.Bei der SNB wird Hildebrands Vize Thomas Jordan interimistisch das Präsidium übernehmen. Zum Präsidenten müsste Jordan durch einen Entscheid des Bundesrates gemacht werden.
  • 15.34 Uhr Noch einmal wiederholt Hildebrand sein Credo von vergangener Woche, als er gesagt hatte, die SNB müsse nun entschlossen ihre Reglemente verschärfen.
  • 15.31 Uhr Hildebrand zeigt sich vollends zufrieden mit der Arbeit, die er und die SNB geleistet haben. Ihm sei bewusst geworden, dass er in der aktuellen Lage nicht mehr mit der nötigen Entschlossenheit Entscheide durchzusetzen, die auch in Zukunft nötig sein würden.Dazu fehle ihm die Glaubwürdigkeit, die in dieser schwierigen Situation nötig sei. Damit Spielt Hildebrand auf den wachsenden Druck durch die europäische Schuldenkrise an.Der Rücktritt falle ihm nicht leicht. Doch er gehe aus seiner Zeit bei der SNB «klüger, stärker und mit mehr Erfahrung» davon.
  • 15.26 Uhr Hildebrand kündigt an, sämtliche relevanten Dokumente öffentlich zu machen – etwa den Email-Verkehr mit seiner Bank. Zum Rücktritt habe er sich entschlossen, weil er trotz der bisher veröffentlichten Dokumente nicht abschliessend beweisen könne, dass seine Frau ohne sein Wissen die Transaktion getätigt habe – obwohl dies der Wahrheit entspreche.
  • 15.31 Uhr Hildebrand zeigt sich vollends zufrieden mit der Arbeit, die er und die SNB geleistet haben. Ihm sei bewusst geworden, dass er in der aktuellen Lage nicht mehr mit der nötigen Entschlossenheit Entscheide durchzusetzen, die auch in Zukunft nötig sein würden. Dazu fehle ihm die Glaubwürdigkeit. Damit Spielt Hildebrand auf den wachsenden Druck durch die europäische Schuldenkrise an.

mehr dazu

http://www.bernerzeitung.ch/schweiz/standard/Hildebrand-tritt-zurueck-/story/19740421

http://files.newsnetz.ch/upload//1/1/11893.pdf

 

SNB Präsident Philippe Hildebrand tritt zurück 9.01.2012 Aus den Kommentaren in der bernerzeitung.ch

 

Kommentare in der bernerzeitung.ch Montag 9.01.2012:

Peter Studer, 15:24 Uhr

Blocher sei dank! Dieser Mann ist ein absoluter Schandfleck für unser Land! Ich bin so wütend zur Zeit. Blocher Sie… Wann ist von dieser Seite endlich genug und mit einem Rücktritt zu rechnen? Lügen und betrügen das sich die Balken biegen, und dies seit über 40 Jahren… Absolut unglaublich.

 

Andreas Tase, 15:24 Uhr

Nochmal: Wie würden diejenigen, die jetzt laut aufschreien reagieren, wenn der gleiche Umstand von einem CVP- oder einem SP-Parlamentarier aufgedeckt worden wäre?

 

hans huber, 15:22 Uhr

Blocher jubelt, die Presse hat wieder Futter für die nächsten Wochen und die Politiker können aufschnaufen, da sie nichts mehr unternehmen müssen. Was für Auswirkungen dies jedoch nun auf die weitere Stabilität unserer Wirtschaft haben wird, werden wir wohl erst Ende Jahr sagen können. DANKE an die SVP – es ist mal wieder gelungen, unserer Stabilität einen Hieb zu versetzen.

 

Markus Sennheiser, 15:11 Uhr

Egal wies ausgeht , am ende gönne ich den Hildebrands sogar noch den Gewinn aus den Währungsgeschäft, wenn mann berücksichtigt wie paranoid sich die Medien auf diese Geschichte draufgestürzt haben. Was SVP angeht bleibe ich bei meiner Meinung: Sie wollte das Beste für die Schweiz und hat am Ende ein Schlachtfeld draus gemacht.

 

martin tschuemperlin, 15:10 Uhr

Schön, dass die SVP Geier wieder ein weiteres würdiges Opfer gefunden haben.

“ Freude herrscht „, wird der Blocher Clan gesungen haben!

 

Albert Muri, 15:10 Uhr

Wie geht es jetzt weiter mit der Bankenregulierung?

Ernst Rietmann

15:16 Uhr

16

@Muri. Die wird friedlich einschlummern oder soweit entschärft, dass die Herren Banker weiterhin ihre fragwürdigen und risikoreichen Geschäfte tätigen dürfen. Der liebe Christoph aus Herrliberg wird als Sprachrohr seiner Bankerfreunde dabei gerne helfen. Traurig aber wahr. Schweiz hat einen Imageschaden sondergleichen, der Ruf der SNB ist angeschlagen. Blocher hat sein Ziel zum Schaden CH erreicht

Elisabeth Meier, 15:09 Uhr

Wetten dass:

a) Herr Hildebrand Dokumente vorweist, die seine „Unschuld“ beweisen

b) er nur im Interesse des Landes zurücktritt

c) die Schuld am Schlamassel einzig bei Ch. Blocher liegt.

d) dass ihm vollumfänglich geglaubt wird und der Fall ad acta gelegt wird.

 

Jean M Weber, 15:25 Uhr

Ja super Frau Meier. Und wer kriegt jetzt CB und seine üblen Despotengehilfen am Wickel? Es kann ja so nicht einfach fertig sein mit der Angelegenheit. Ich fordere Bochers Kopf!

 

Hans Jung, 15:07 Uhr

Die Schweiz hat offensichtlich Mühe mit Personen, welche, mit wichtigen Funktionen betraut, eloquent, intelligent und souverän auftreten. Es ist ein Armutszeugnis sondergleichen, wie P.H. von unfähigen, arroganten und durchwegs peinlichen Politikerfiguren, welche nicht einmal Mittelmass aufweisen, gemobbt wurde. Schade hat er aufgegeben, trotz Fehler oder zumindest Fehleinschätzungen seitens P.H.

 

jack bouchon, 15:24 Uhr

In der heutigen Welt kann man leider keine Insidergeschäfte mehr machen.

Das hat nichts zu tun mit Herrn Blocher.

 

Patrick Guggisberg, 15:07 Uhr

Ohne die Begründung zu kennen ist das für mich völlig unverständlich. Kam da mehr zum Vorschein? Sonst enttäuscht er mich. Zum Wohle des Landes hätte er die Kritik aushalten müssen.

 

Hans Herbst, 15:07 Uhr

Hildebrand hat eine Schwachstelle und er musste sich entscheiden. Da das Amt und seine Glaubwürdigkeit aufs höchste beschädigt sind, ist die Entscheidung für sich und seine Frau verständlich. Gleichzeitig beendet er damit das Spiel von Blocher und macht den Weg frei, sich auf die Vorgänge um den Datenklau und die öffentliche Verbreitung der Informationen zu konzentrieren.

 

samuel wehrli, 15:04 Uhr

Ein bestimmtes Gefühl sagt mir, dass Herr Hildebrand schlicht genug hat, was da die politische Elite gewisser Kreise angerichtet haben. Ebenfalls gewisse Journalisten. Diese Grösse traue ich Herrn Hildebrand zu. Denn nötig hatte dies Herr Hildebrand sicher sicht. Wenn dem so ist- was für eine Ohrfeige!!!

 

oscar gerber, 15:01 Uhr

Freudentanz der Lügner der Nation… ist Widmer-Schlumpf das nächste Ziel? Wie man eine Kampagne anzettelt mit willfährigen Medien dürfte wohl als KnowHow vorhanden sein…

 

Cedric Gehrer, 15:00 Uhr

Aha, die Schmieren-SVP hat also gewonnen… Schon wieder ein Angriff auf eine Einzelperson, den Blocher erfolgreich zu Ende führt. Wie unabhängig können Personen des öffentlichen Lebens inskünftig noch agieren? Wenn sie damit rechnen müssen, dass ihnen die SVP mit ihrem guten Beziehungsnetz jederzeit in den Rücken fallen kann? Wird das Land so zu einer faktischen Rechtsdiktatur?

 

Michael Müller, 15:00 Uhr

Bravo! Endlich hat er eingesehen, dass er mit diesen Insidergeschäften zu weit gegangen ist! Späte Einsicht! Ein grosses Lob an die SVP, welche den ganzen Misstand aufgedeckt hat.

 

Andreas Fink

14:59 Uhr

5

ich bin immer noch am stammtischlen. H. hätte jetzt 14 Tage Ferien nehmen können, dann wäre alles vorbeigegangen und am 23. Januar interessiert dieser Skandal niemand mehr. (Und bitte lieber Nachfolger, den Eurokurs wieder freigeben, ich brauche erst in 5 Jahren einen hohen Eurokurs, und nicht mal für lang).

Markus Sommer, 14:59 Uhr

Ich verstehe Hildebrand, dass er sich diese Hexenjagd aus rechtspopulistischer Küche nicht mehr an tun will. Auch wirft die ganze Sache ein schiefes Licht auf den Rechtsstaat Schweiz, denn in keinem Rechtsstaat muss ein Angeschuldigter seine Unschuld beweisen – sondern der Kläger die Schuld des Angeklagten.

Danke Hildebrand für den Superjob den sie gemacht haben und geniessen sie nun die Ruhe.

 

tobias berger, 14:58 Uhr

Ich gratuliere den Herren Blocher und Klöppel zu diesem Erfolg. Ein Mann wird systematisch demontiert, denunziert, vorverurteilt und beschimpft – bis zum bitteren Ende. Ich finde dies überaus verwerflich und ist einem ehemaligen Regierungsmitglied absolut unwürdig. Wie weit darf eigentlich Pressefreiheit in der Schweiz gehen? Sind wir alles Freiwild für geltungssüchtige Selbstprofilierer?

 

Christian Emmenegger, 14:57 Uhr

Einfach unglaublich! Da wird ein fähiger Mann, der gute Arbeit geleistet hat durch eine verleumderische Hetzkampagne aus dem Amt gejagt. Dem guten Mann wird die Sache wohl langsam einfach zu blöd sein: Sollen die Deppen den Dreck doch selbst wegkehren. Wer wird nun SNB-Präsi?? Herr Köppel etwa?

 

Roberto Gloor, 15:18 Uhr

Gute Arbeit geleistet? Unnötiger Kauf von 200mia Euro zu 1.45-1.50 Franken pro Euro, ohne irgendeine Überbewertung des Frankens? Mitmachem beim IWF, wo wir weitere 18 Milliarden verlieren werden? Nur weil Widmer-Schlumpf behauptet, er leiste gute Arbeit, heisst das gar nix bis eher das Gegenteil. Ein weiteres Fiasko wird kommen: Deutschland wird pleite machen und die SNB hat deutsche Anleihen.

 

Manfred Stierli, 15:02 Uhr

Ach machen Sie sich keine Sorgen. Damit wird Hildebrand zum Märtyrer. Er kassiert eine hohe Abfindung und wird bestimmt mal ein Buch, welches sich super verkauft, über die ganze Sache schreiben. Vielleicht wirds ja sogar noch verfilmt.

 

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