Abwertung in der Schweiz, Abwertungen

27.09.1936: 30% Frankenabwertung

Durch den BRB (BundesRatsBeschluss) vom 27.09.1936 wurde der Franken um ca. 30 % abgewertet,

1931 wurde der 78 Jahre lang gleichgebliebene Silbergehalt im Fünfliber (5 fr.) um 44,33 % von 22,5 gr .999 (Münzgewicht 25 gr 0,900, 1850 – 1928) auf 12,525 gr .999 (Münzgewicht 15 gr 0,835)  reduziert.


06.09.2011: Euro-Franken-Kurs, 1 € (EUro) = CHF 1.20

Im Einzelnen:

27.09.1936: 30%

Durch den BRB (BundesRatsBeschluss) vom 27.09.1936 wurde der Franken um ca. 30 % abgewertet.

Offiziell heisst es: Am 27. September 1936 entschloss sich daher der Bundesrat, gestützt auf den „Bundesbeschluss über ausserordentliche Massnahmen zur Wiederherstellung des finanziellen Gleichgewichts im Bundeshaushalt“ die Schweizer Währung den international veränderten Verhältnissen anzupassen und den Franken um rund 30 % abzuwerten.

Von 1865 bis 1927 war die Schweiz Mitglied der Lateinischen Münzunion, was bedeutete, dass Gold- und Silbermünzen aus Frankreich, Belgien, Italien und Griechenland in der Schweiz als offizielle Zahlungsmittel zirkulierten. Die Bestimmungen der Münzunion legten fest, dass die Einheit der jeweiligen Landeswährung 4,5 Gramm Silber oder 0,290322 Gramm Gold entsprach. Sogar nachdem die Union in den 1910er Jahren bedeutungslos geworden war und 1927 offiziell endete, blieb die Goldparität für den Schweizer Franken erhalten, bis dieser 1936 als Folge der Weltwirtschaftskrise um 30 Prozent abgewertet werden musste.http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Franken

1931 wurde der 78 Jahre lang gleichgebliebene Silbergehalt im Fünfliber (5 fr.) um 44,33 % von 22,5 gr .999 (Münzgewicht 25 gr 0,900, 1850 – 1928) auf 12,525 gr .999 (Münzgewicht 15 gr 0,835)  reduziert.

06.09.2011: Euro-Franken-Kurs, 1 € = CHF 1.20

Zitat:[1]

«Nationalbank legt Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro fest: Die gegenwärtig massive Überbewertung des Schweizer Frankens stellt eine akute Bedrohung für die Schweizer Wirtschaft dar und birgt das Risiko einer deflationären Entwicklung. Die Schweizerische Nationalbank strebt daher eine deutliche und dauerhafte Abschwächung des Frankens an. Sie toleriert am Devisenmarkt ab sofort keinen Euro-Franken-Kurs unter dem Mindestkurs von 1.20. Die Nationalbank wird den Mindestkurs mit aller Konsequenz durchsetzen und ist bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen. Der Franken ist auch bei 1.20 pro Euro hoch bewertet und sollte sich über die Zeit weiter abschwächen. Falls die Wirtschaftsaussichten und die deflationären Risiken es erfordern, wird die Nationalbank weitere Massnahmen ergreifen.»  Schweizerische Nationalbank am 6. September 2011

Video Tagesschau SF1 vom 6.09.2011, 19:30

Eigenartigerweise, dh. eigen(un)artigerweise lernt Mensch nichts dazu, kann das sein?

Dass dies „um den Kurs zu halten, ist die SNB bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen“ nicht möglich ist, weiss jedes Kind nach der Erlernung des Dreisatzes und der Beobachtung der Biologie, es GIBT kein unbeschränktes Wachstum auf diesem Planeten.

Es sind seit Jahrzehnten schlüssige Lösungen vorhanden für das Wirtschaften, Silvio Gesell lässt grüssen, einer seiner professionellen Botschafter war Hermann Benjes, heute ist Prof. Bernd Senf sehr aktiv:

New: Video-Lecture with Bernd Senf “Deeper Roots of World Financial Crisis”

Nun, Resultate dieser Art der aktuellen Wirtschaft sind schon öfter dagewesen, wobei dieses Wissen zT. erst dank Internet der breiten Oeffentlichkeit zur Verfügung steht. (Der Schreibende hatte Geschichte im Gymnasium schon mit Leidenschaft verfolgt und genossen, danach  einige Semester VWL (im Nebenfach) studiert (UNIZH, Prof. Schneider), aber in diesen Jahren NIE nur  ein Wort von John Law gehört, die Assignaten wurden zwar im Rahmen der Franz. Revolution mal angesprochen, die Wichtigkeit der Edelmetalldeckung erwähnt, wenigstens das, mehr aber nicht.)

Wir haben zur Zeit allerdings wesentlich höhere Geschwindigkeiten in den Abläufen des Wirtschaftens, man denke in extremo an das High Speed Forex dealen;  da wird das „Tauschen, Buy and Sell“ ad absurdum geführt, nebst dem, dass auch in dieser Art des Bankings kein effektiver Mehrwert geschaffen wird.

Es müsste ein Fach Wirtschaftsgeschichte mit diesen relevanten Inhalten eingeführt werden; denn nicht einmal die einen Meister in Geschäfts-Verwaltung (MBA) abschliessenden HSG, oder UNIZH BWL, Absolventen haben von Giralgeld (Luftgeld) und diesen Themata im Detail je gehört, wie persönliche Umfragen zeigen.

Noch einwenig Wirtschaftsgeschichte:

Vorläufer französischen Papiergelds

1716 eröffnete John Law die Banque Generale; 1718 wird die Banque Generale von der Regierung erworben und umbenannt in Banque Royale. 1720 bricht das von John Law zur Minderung der französischen Staatsschuld geschaffene System der Papiergeldemission zusammen.

1790 beschloss die Nationalversammlung die Ausgabe von Assignaten, welche durch die von den Revolutionären konfiszierten Kirchengüter gedeckt sein sollten. Durch seinen permanenten Wertverlust wollte 1797 kaum noch jemand Papiergeld akzeptieren. Assignaten und ihre Nachfolgewährung, die Territorialmandaten, wurden aufgegeben, Münzgeld kehrte zurück (!). Nach http://de.wikipedia.org/wiki/Banque_de_France

So genug gelesen für jetzt?

Persönliches Fazit?

Jeder Mensch, alle Ereignisse in deinem Leben sind da, weil du selbst sie angezogen hast. Was du damit anfängst ist deine Sache. (Richard Bach)

Schlusskommentar dazu:

Das was 1936 geschah (s.o.) < „Bundesbeschluss über ausserordentliche Massnahmen zur Wiederherstellung des finanziellen Gleichgewichts im Bundeshaushalt“,“ die Schweizer Währung den international veränderten Verhältnissen anzupassen und den Franken um rund 30 % abzuwerten > lässt ahnen, wohin die Schweiter Währung steuern wird.

Prof. Bernd Senf stellt mE nach sehr sehr sehr berechtigt, die Frage:

Politiker haben oft versagt – auch in Maastricht?

Soll man die Währungsfragen wirklich in blindem Glauben den Politikern und Experten überlassen, die vorgeben, von Geld- und Währungspolitik Ahnung zu haben bzw. in unser aller Interesse zu handeln? Oder sollte man nicht mindestens versuchen, sich einen Einblick in die Zusammenhänge des Geldsystems und die Hintergründe von Währungskrisen zu verschaffen, um entsprechende Entwicklungen und die jeweiligen geld- und währungspolitischen Vorschläge und deren Auswirkungen – auch auf sich selbst – besser einschätzen zu können. Man muß nicht gleich Finanzminister, Wirtschaftsminister oder Notenbankpräsident werden wollen, und nicht einmal Referent in der volkswirtschaftlichen Abteilung der betreffenden Institutionen oder von Banken und Unternehmen, um Grund genug zu haben, sich mit den Funktionen von Geld und Währung vertraut zu machen – denn sie betreffen und treffen uns alle.

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Dazu helfen vielleicht aktuell „100 HumRo = 1 Scherzbatzen“:

100 HumRo = 1 Scherzbatzen:

2012 – 2014 … uebrigens bei den neuen Noten blieb man beim bewährten Debmalzisystem*, bei den schon in der Druckerpresse liegenden Noten mit 100 DebaKel = 1 FiasKo.

Es zeichnet sich allerdings schon ab, dass nach der ToM (Theory of mind (ToM) is the ability to attribute mental states—beliefs, intents, desires, pretending, knowledge, etc.—to oneself and others, and to understand that others have beliefs, desires, and intentions that are different from one’s own).

das nach der ToM (s. Onkel ToMs Huette) der griech Oiro sich – va. zart gerollt – als freilandfreier IsolaTor für sensible Gehörgänge vieler Teilnehmer von Nationalrats-Sessionen (BERN, Schweiz) und BundesTagsAbgeordneten Kränzchen (BERliN, D) nützlich erweist.

* Null Korrelation mit dem „Dezimalsystem“ (Erfinder Zehnrich „Dezi“ Müller, Meister der Mahltechnik (altdt. Schreibweise, kommt etymologisch von „Hopfen und Mahlts (neudeutsch: Malz) Gotts erhalt´s“. ProSit!

Das neueste zu den Spezial Anleihen SSOs im Video hier. Viel Vergnügen!

SIE möchten auch handwerklich kreativ sein: Schauen Sie doch einmal(z) unverbindlich rein hier.

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