Schweizer Kantonalbanken bangen um Erträge durch KMU

Die Belastungen der Realwirtschaft mit einem starken Franken und einer langsamen Konjunkturabkühlung bleiben nicht ohne Folgen für die 24 Kantonalbanken. Die Staatsinstitute fürchten um ihre Erträge im wichtigen Firmenkundengeschäft; die kleineren und mittleren Unternehmungen (KMU) unterhalten oft eine Geschäftsbeziehung zu einer Kantonalbank. «Wir dürfen uns nichts vormachen: Die rückläufigen Bestelleingänge sind für die KMU die eigentliche Herausforderung», sagte Heinz Kunz, Leiter des Firmenkundengeschäfts der Zürcher Kantonalbank(ZKB), an der Jahresmedienkonferenz des Schweizerischen Kantonalbankenverbands (VSKB) in Zürich.

Eine Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland, auch wenn diese Option aus Sicht der KMU seit dem Sommer etwas an Bedeutung verloren hat, bleibt laut der ZKB weiter ein Thema. Die Festlegung der 1.20-Franken-Untergrenze für den Eurokurs durch die Nationalbank sei für KMU weiterhin sehr tief, sagte Kunz.

Lähmende Schuldenkrise

Einen «Exodus» der Schweizer Industrie ins Ausland bekäme die ZKB stark zu spüren, sagte Kunz weiter. Die Folgen wären rückläufige Investitionen in betriebliche Immobilien und Anlagen in der Schweiz. Damit ginge ein substanzieller Rückgang der Nachfrage im Kreditgeschäft einher, der fast 60 Prozent zu den Erträgen im Firmenkundengeschäft der Schweizer Banken beisteuert.

Aber auch das durch die Staatsschuldenkrise in Europa und den USA gelähmte Wirtschaftswachstum setze den Unternehmen zu: «Es bleibt das ungewisse Gefühl, dass die aktuell noch gute Situation sich in einer Rezession und in tieferen Bonitätsratings für Firmen auswirken könnte», sagte ZKB-Manager Kunz. Damit stiegen Kreditkosten für Firmen und die Ausfallrisiken für die Banken.

Verschärfter Wettbewerb für KMU

Das KMU-Barometer 2011, das die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) erstellte, ortet die am stärksten von der aktuellen Wirtschafts- und Schuldenkrise betroffenen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Investitionsgüterindustrie und im Tourismus.

Schweizer KMU würden angesichts des sich verschärfenden Wettbewerbs nicht nur einen zunehmenden Rentabilitätsdruck spüren, sondern sähen sich auch vor die Schwierigkeit gestellt, qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen. Dieser Punkt werde von den 323 befragten Unternehmen als grösste Herausforderung in den nächsten ein bis drei Jahren gesehen, heisst es im Barometer weiter.

Noch kein neuer Verbandspräsident

Der Verband Schweizerischer Kantonalbanken (VSKB) ist weiter auf der Suche nach einem neuen Präsidenten. Nach der Rücktrittsankündigung des ehemaligen Direktors der Eidg. Finanzverwaltung Peter Siegenthaler im vergangenen Mai evaluiert der Verband geeignete Kandidaten.

Einen Namen könne er aber noch nicht bekanntgeben, sagte VSKB- Direktor Hanspeter Hess. Der Verband besteht seit 1907 und vertritt die Interessen der 24 Kantonalbanken in den 26 Schweizer Kantonen. (kpn/sda) (Aus der Berner Zeitung)

Über 11000 EU-Beamte sollen über 10000 Euro im Monat verdienen

News EU Beamte

Auch wenn diese Zahlen der Bild BilderZeitzng nicht ganz korrekt sein sollen, bedenklich sind die „automatischen Höherstufungen der EU-Beamten in die nächste Dienstaltersstufe mit höherem Gehalt“ alle zwei Jahre.

20.10.2011

11.119 EU-Beamte verdienen mehr als 10.000 Euro im Monat. Allein 79 Beamte sind  als Generaldirektoren in der höchsten Besoldungsstufe (AD 16) eingruppiert, verdienen bis zu 18.371 Euro Grundgehalt und mit Auslandszulage über 21.300 Euro.

Fast jeder vierte EU-Beamte verdient mehr als 10.000 Euro im Monat. Das berichtet die „Bild“-Bilder-Zeitung (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Berechnungen der CDU-Haushaltsexpertin im EU-Parlament, Inge Gräßle. Die Abgeordnete hatte die Haushalts- und Stellenpläne der EU-Institutionen ausgewertet. Danach arbeiten insgesamt 46.714 Beamten für die EU. 11.119 davon sind in den sechs höchsten Gehaltsstufen tätig.

 Dort beträgt das niedrigste Grundgehalt 9125 Euro brutto im Monat. Dazu kommt aber in den meisten Fällen die steuerfreie Auslandszulage von 16 Prozent – dadurch steigt das Gehalt auf mindestens 10.585 Euro. Dazu kommen möglicherweise weitere Zulagen für Verheiratete und Kinder. Allein 79 Beamte sind demnach als Generaldirektoren in der höchsten Besoldungsstufe (AD 16) eingruppiert, verdienen bis zu 18.371 Euro Grundgehalt und mit Auslandszulage über 21.300 Euro.

Der „Bild-Zeitung“ zufolge verdienen dagegen von den 137.707 Bundesbeamten nur 33 mehr  als 10.000 Euro brutto, darunter die 28 beamteten Staatssekretäre der Bundesregierung. Heftige Kritik übte die EU-Haushaltsexpertin Gräßle an den alle zwei Jahre erfolgenden automatischen Höherstufungen der EU-Beamten in die nächste Dienstaltersstufe mit höherem Gehalt. „Das Ergebnis ist ein teures System gut verdienender Mitarbeiter, in dem Leistung zu wenig zählt“, sagte Gräßle. „Ein solches System ist nicht mehr vermittelbar.“

Nach, aus: http://www.mmnews.de/index.php/politik/8710-ueber-11000-eu-beamte-verdienen-ueber-10000-euro-im-monat

 

IWF blockiert Griechenland Hilfe

IWF blockiert GR-Hilfe

20.10.2011

IWF blockiert Auszahlung von Griechenlandhilfe. Der IWF sehe die Defizitprognosen von EU-Kommission als zu positiv, hiess es in EU-Kreisen. Der Fonds wolle nun zunächst abwarten, was die Eurogruppe und der Europäische Rat auf einem Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs am Wochenende beschliessen.

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Der Internationale Währungsfonds (IWF) blockiert Medienberichten zufolge die Freigabe der nächsten Hilfstranche für Griechenland im Umfang von acht Milliarden Euro. Der IWF sehe die Defizitprognosen von EU-Kommission und Europäischer Zentralbank (EZB) für Griechenland als zu positiv, hiess es in EU-Kreisen. Der Fonds wolle nun zunächst abwarten, was die Eurogruppe und der Europäische Rat auf einem Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs am Wochenende beschliessen.

Bei einer stärkeren Beteiligung des Privatsektors an der Griechenlandhilfe sei eine Freigabe der nächsten Tranche für das hochverschuldete Land wahrscheinlich, hiess es weiter. Die Troika, bestehend aus IWF, EU-Kommission und Europäischer Zentralbank, ist entscheidend für die Auszahlung der letzten Hilfstranche aus dem 110 Milliarden Euro grossen Hilfspaket für Griechenland.

Nach: Aus http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/8711-iwf-blockiert-gr-hilfe
Ein weiterer Baustein,  um Unruheherde zu schaffen.

1. Gaddafi sei gefangen? 2. Gaddafi sei tot ? 20.10.2011

Mehr dazu bei

gefangen

tot

die finale Druckfassung http://www.mmnews.de/index.php/etc/8713-gaddafi-tot

ein Foto mit Fotos „Gaddafi mit Vier seiner ehemaligen Freunde  (F, I, D, USA)“

5.11.2011, 5. November 2011, Bank Transfer Day, November 5th

Bank Transfer Day?

Worum geht es da:

Bekanntlich sind aufgrund des Mindestreservesystems meist maximal nur ca. 10% Bargeld im Umlauf, der Rest ist sog. Buchgeld.

Wenn bei einer Bank „diese 10%“ fehlen, kann sie prinzipiell illiquid werden, dies sicher zuerst einmal bargeldtechnisch.

Nun soll bei sog. Grossbanken, also nicht bei Genossenschaftbanken, das mögliche Geld (Guthaben, Ausschöpfung Kredilinie) abgeholt und bei einer „anderen Bank“ deponiert werden.

In USA sind diese „anderen Banken“ zB. die Union Banks (in USA! (In CH ist zB. die Union Bank of Switzerland keine Union Bank dieser US-Art),

in CH die Raiffeisenbank, die Clientis uam. (s. nachfolgende Liste)

in D und A die Raiffeisen- und Volksbanken. [Andere Länder und mehr]

Hinweis Schweiz: Die PostBank, dh. die Postfinance ist eine mit der UBS kooperierende Institution.

Das ist das erklärte Ziel der Operation NOVEMBER 5th 2011.

Soweit die Theorie.

Sicher ist, je mehr Kundinen und Kunden das tun, desto eindrücklicher wird das Szenario, da da dadurch vielen, den meisten, die Augen aufgehen, dass das schon von Anfang an zum Scheitern programmierte System des sog. Giralgeldes mit dem Zinseszins nicht funktionieren KANN. [mehr]

Da Banken dies natürlich wissen, gibt es in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, den AGBs, Regeln, die nicht zulassen, dass komplette Konten, die mehr als 100´000,- aufweisen von einem auf den anderen Tag leer geräumt werden – bei den meisten Banken in der Schweiz zB. sind es Beträge ab 50´000,- als Maximum für einen Monat.

Es dürfte aber sicher auch seine Wirkung zeigen, wenn viele BankkundInnen sich um den 05.11.2011 den möglichen Teil Ihres Guthabens auszahlen lassen. SinnVoller ist es, dies VORHER zu tun.

Wie erwähnt, es geht um den Geld und Bank Transfer.

Tipp: Wer von seinen Transfergeld zB. 25% in Silber anlegt (Kleine Stückelung, keine 15 kg Barren, oder ETF auf Silber, die evtl. ein BankVerkäufer empfiehlt), wird sicher seinen Nutzen haben in der Zukunft.

Silber ist ein Sachwert und nicht aus BaumwollPapier.

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Der too big to fail Kniff, der zT. durch Fusionen von schon grossen Banken, wie zB.- in der Schweiz –  des Bankvereins und der SBG zur UBS erreicht wurde, hat einen recht unschönen Beigschmack, va. wenn die Fakten zeigen, dass gewisse BankMenschen, trotz der MilliardenHilfe durch das Volk, immer noch Millionen-Boni kassieren.

Da liest sich doch folgende Geschichte der Geschichte der Clientis Sparkasse Zürcher Oberland einfach leichter:

Dank ihrer soliden, durch Augenmass und Zurückhaltung definierten Geschäftspolitik, überstanden die Institute auch die wechselvollen Krisen- und Kriegsjahre. Die zahlreichen Börsen- und Bankenskandale, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Zusammenbruch mehrere Institute führten, konnten den Oberländer Instituten nichts anhaben.

Die Bank wuchs vom kleinen «Kässeli» zur grössten Regionalbank des Kantons Zürich, die im Jahr 2003 ihr 175-Jahre-Jubiläum feierte. (aus zrb.clientis.ch)

Oder:

Geschichte der Clientis Sparkasse Küsnacht ZH

Im Jahre 1838 wurde die Sparkasse Küsnacht ZH gegründet. Sie hiess seinerzeit noch Ersparungs-Cassa-Gesellschaft. Der erste Präsident der Sparkasse war Herr J.J. Fierz von Küsnacht (Regierungsrat und Nationalrat) von 1838-1860. Im ersten Betriebsjahr wurden von 187 Einlegern, darunter überraschend vielen Frauen, 3’848 Gulden einbezahlt.

Die Sparkasse Küsnacht ZH hat in den 165 Jahren seit ihrer Gründung eine weite Reise hinter sich gebracht und sich stetig verändert. Das Geschäftsimage mit der Sicherheit als erster Priorität ist aber dasselbe geblieben. Als Indikator dafür mag angeführt werden, dass die Reserven stark geäufnet wurden, was für einen guten, soliden Geschäftsgang spricht. Durch ihre Verankerung in der Region als traditionelle Genossenschaft konnte die Sparkasse problemlos ihre Stellung halten.


Genossenschaftsbanken (Schweiz)

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C (Fortsetzung)

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Countdown zur Rettung der Banken, Relativität der Zeit

Die Autoren J. Dams, F. Eder und T. Kaiser schreiben am 09.10.2011 in welt.de

Der Politik bleiben nur wenige Tage, um Europas Banken vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Mit Hochdruck suchen Regierungschefs nach Lösungen.

Drei Jahre nach dem Zusammenbruch der US-Investmenbank Lehman Brothers schlägt die Finanzkrise wieder zu. Stand damals schon die Zukunft des internationalen Finanzsystems und damit der gesamten Weltwirtschaft auf der Kippe, ist die Lage heute nach Einschätzung vieler Experten noch gefährlicher als im Herbst 2008.

Frankfurter Banken-Skyline
Foto: picture-alliance / Frank Rumpenh Frankfurter Banken-Skyline: Schwere Zeiten für die Geldinstitute

Wenn die Politik nicht in der Lage sei, die Finanzkrise auf eine glaubwürdige Art anzugehen, „dann werden wir, so denke ich, vielleicht innerhalb von zwei bis drei Wochen einen Zusammenbruch bei den Staatsschulden haben, was im gesamten europäischen Bankensystem zu einer Kernschmelze führen wird“, warnt Robert Shapiro, ein Berater des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Den meisten Regierungschefs der Euro-Zone ist die Brisanz der Lage mittlerweile bewusst. Am Sonntag wird Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy daher bei Angela Merkel im Bundeskanzleramt erwartet. Die beiden suchen nach einem Weg aus dem Dilemma. Die Zeit drängt. Daher werden sie noch am Abend verkünden müssen, wie es weitergehen soll. Die Börsen erwarten einen Lichtblick, sonst dürfte es am Montag neue Verwerfungen an den Märkten geben

Politikern ist die Brisanz der Lage bewusst

Bis vor wenigen Tagen lagen Sarkozy und Merkel in wichtigen Streitpunkten allerdings weit auseinander: Deutschland will eine Umschuldung Griechenlands, Frankreich lehnte sie ab. Paris fordert, dass der Rettungsfonds EFSF zur Refinanzierung angeschlagener Staaten und Banken der Euro-Zone Zugriff auf Gelder der Europäischen Zentralbank (EZB) haben soll; Berlin ist bislang strikt dagegen.

Video

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Merkel würde Banken mit Milliarden unterstützen

Merkel will die europäischen Verträge früher als erst in drei Jahren ändern, um größere Durchgriffsrechte bei den Schuldensündern zu haben. Das soll für die gesamte EU gelten. Sarkozy aber will das auf die Euro-Zone begrenzen.

Inzwischen zeichnet sich nach Informationen der „Welt am Sonntag“ zumindest bei einigen Knackpunkten eine Einigung ab: Im Gegenzug für eine Schuldenschnitt für Griechenland soll Deutschland bereit sein, den Franzosen beim Rettungsfonds nachzugeben.

Das könnte zur Folge haben, dass französische Banken, die eine Umschuldung Griechenlands nicht verkraften, im Notfall über den EFSF und damit auch mit deutschen Steuergeldern gestützt werden. Spätestens bis zum Treffen des Europäischen Rats am 17. und 18. Oktober solle zudem der Beschluss über die Rekapitalisierung der Banken stehen, heißt es.

Banken bunkern Geld bei der EZB

Eile ist geboten. Denn eine Reihe großer europäischer Geldhäuser würde Kapital brauchen, um Verluste infolge eines Schuldenschnitts in Athen abzufedern. Am Kapitalmarkt bekommen viele Institute kein Geld mehr: Nicht nur US-Banken, sondern auch europäische Häuser weigern sich immer häufiger, mit ihren Konkurrenten noch Geschäfte zu machen. Sie fürchten den Verlust ihres Geldes, sollte der Geschäftspartner zusammenbrechen. Anstatt ihr Geld höher verzinst in Transaktionen mit der Konkurrenz zu investieren, tragen die Banken ihre Euro über Nacht lieber zur EZB. Mitte der Woche lag die Summe der Einlagen bei der Notenbank schon bei mehr als 210 Milliarden Euro.

Längst geht man in der Bundesregierung davon aus, dass diese Turbulenzen Folgen für die Realwirtschaft haben werden. „Noch stehen wir ganz gut da, aber das wird nicht so bleiben“, heißt es in Regierungskreisen.


Es gibt zwei Euro-Rettungsschirme – den modifizierten vorläufigen Mechanismus EFSF und seinen dauerhaften Nachfolger ESM, der Mitte 2013 in Kraft tritt.

Deutsche Banken haben im europäischen Ausland schon ihre Kredite reduziert. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Entwicklung auch im Inland beginnt. Dann kommen hiesige Firmen in die Bredouille. Sie werden weniger investieren und womöglich sogar Arbeitsplätze abbauen. In einem international schwierigen Umfeld mit einer schwachen Konjunktur in den USA könnte die europäische Schuldenkrise Auslöser für eine weltweite Rezession sein.

Anders aber als 2008 sind es dieses Mal eben nicht die Banken, die sich mit undurchschaubaren Finanzprodukten verzockt haben. Das Problem der Geldhäuser sind heute europäische Staatsanleihen. Jahrelang galten die Bonds als so risikoarm, dass die Banken für sie nicht einmal Eigenkapital als Risikopuffer vorhalten mussten. Seit Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Italien wackeln, ist deutlich geworden, dass diese Regelung ein Fehler war.

Ratingagenturen zeigen Dramatik der Lage

Nun stecken alle in der Zwickmühle. Die Banken geraten unter Druck, weil sie die Anleihen maroder Euro-Staaten halten. Eigentlich müssten ihnen diese Länder nun wiederum helfen. Doch dafür fehlt der Politik das Geld. „Wir stecken mitten in einer ausgewachsenen Bankenkrise“, sagt Maurice Obstfeld, Professor an der Universität von Kalifornien in Berkeley deshalb der „Welt am Sonntag“.

Wie dramatisch die Lage ist, zeigen neue Botschaften der Ratingagenturen. Mit Fitch hat auch der letzte der drei großen Bonitätsprüfer die Kreditwürdigkeit Spaniens und Italiens herabgestuft. Das bedeutet: höhere Zinslasten für neue Kredite und damit noch größere Lasten für beide Länder. Als wäre das nicht schlimm genug, gerät nun auch Belgien in den Fokus der Agenturen. Moody’s droht dem Land mit der Herabstufung. Der Grund: Belgien muss seine Banken vielleicht stützen und kann sich das eigentlich kaum leisten.

Als größtes Land Europas ist Deutschland daher nach Ansicht von Weltbank-Präsident Robert Zoellick jetzt gefordert. „Als vor gut 20 Jahren der Ostblick zusammenbrach, entwickelte Bundeskanzler Helmut Kohl eine Vision, wie sich die Dinge entwickeln könnten“, sagte Zoellick „Der Wirtschaftswoche“. „So etwas fehlt jetzt völlig, und je länger dies andauert, desto mehr Geld kostet es und desto weniger Handlungsoptionen wird es geben.“

Die Bankenkrise ist dafür ein beredtes Beispiel. Lange hat die Politik das Problem vor sich her geschoben. Jetzt aber führt kein Weg an zügigen Hilfen in ganz Europa vorbei. „Die öffentliche Hand sollte einen größtmöglichen Teil des Risikos tragen, um die Stabilität des Finanzsystems nicht weiter zu gefährden“, sagte Princeton-Professor Eric Maskin.

Jenen Staaten aber, denen das Geld dafür fehlt, wird der Rest Europas helfen müssen, mit milliardenschweren Folgen für Deutschlands Steuerzahler. Die Alternative dazu aber wäre ein Szenario, dass kaum ein Politiker in Regierungsverantwortung riskieren will: der Zusammenbruch des Weltfinanzsystems. Angela Merkel hat das bei ihrem Treffen mit Sarkozy sicher vor Augen.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13649035/Der-Countdown-zur-Rettung-der-Banken-laeuft.html

Die Schweiz ist reich geworden durch Schwarzgeld sagt UBS Chef Ermotti

molto simpatico ticinesi Sergio Ermott aktuell 10.2011 UBS CEO

Im ersten Interview als interimistischer UBS-Chef äussert sich Sergio Ermotti zu seinen fünf Prioritäten, zur Kritik an seinen Panama-Mandaten und zum Thema «Doppelmoral».

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Aktualisiert im TA am 16.10.2011 136 Kommentare